Archiv für den Monat Dezember 2015

Mein Laufjahr 2015

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So, nun ist es vorbei, das Jahr. Der letzte Lauf ist absolviert. Zeit mir mal selbst auf die Schulter zu klopfen.

  • Januar: 140,5 km, ø 6'12''
  • Februar: 118,5 km, ø 6'13''
  • März: 120,2 km, ø 6'01''
  • April: 143,1 km, ø 5'44''
  • Mai: 183,2 km, ø 5'41'', erster 30km-Lauf
  • Juni: 170,4 km, ø 5'38'', schnellster Monat
  • Juli: 125,9 km, ø 5'44'', schnellste 5 km in 24'42''
  • August: 140,8 km, ø 6'00'', bis zu 31°C bei den Läufen – zu warm für mich
  • September: 115,1 km, ø 5'51''
  • Oktober: 100,8 km, ø 5'48''
  • November: 82,2 km, ø 6'11''
  • Dezember: 160,6 km, ø 6'19''

Macht, mit noch ein paar Zerquetschten, summa summarum: 1601,6 km in 158 Stunden, 24 Minuten und 28 Sekunden oder so. 2014 waren es nur ca. 830 km gewesen und davor bin ich nur sporadisch mal gelaufen.

 

Man sieht sehr deutlich, dass mich im November die Viren ordentlich angefallen hatten. Danach war es nix mehr mit der Kondition. Zusätzlich zu einem hartnäckigen Husten sind meine Eisenwerte aktuell mies. In Kombination mit etlichen Läufen mitten in der Nacht (kurz nach 5 Uhr morgens) ohne vorher Kaffee getrunken zu haben, fällt die Durchschnittszeit im Dezember am schlechtesten aus. Da aber die Kilometerzahl recht hoch ist, bin ich trotzdem zufrieden.

 

Mal sehen, wie 2016 wird.

Wider den Feiertagsspeck

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Mit dem Ehemann in den Sonnenaufgang gelaufen, den Begriff des „Komplementärcowboys“ erfunden.

Allerdings hab ich nach 10 km gekniffen und den Mann alleine weiterlaufen lassen. Der kam zurück: „Also eigentlich wollte ich einen Halbmarathon laufen, aber nach 19 km war ich so schlapp, dass es nur 21,5km geworden sind.“

*mit den Augen roll*

Dann sind wir noch mit meinem Vater und unserem Sohn die ca. 7 km zur Wirtschaft spaziert. Zurück hab ich aber auch hier gekniffen und mich bei der Verwandtschaft ins Auto gequetscht. Der Ehemann ist mit dem Töchterchen dann auch noch zurück gelaufen. Verrückter Kerl.

2015: 1583 km gelaufen, 70 km geschwommen

 

Patengeschenke

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Ich hab es ehrlich gesagt nicht so ganz mit dem Schenken und beschenkt werden. Meist ist es mir zu materiell, zu konsumorientiert. Und die Kreativität will sich auf Befehl leider auch nicht immer einstellen. Seit Jahren besteht ein „Nichtangriffspakt“ zwischen mir und meinen Geschwistern. Allerdings sind Kinder natürlich scharf auf Geschenke, so dass wir da dann halt im üblichen Zirkus mitspielen.

Ich war recht dankbar, dass die Mutter meines Patenkindes mit einem sehr konkreten Wunsch für das Weihnachtsgeschenk dienen konnte. Ohne weiteres wäre es akzeptiert worden, wenn ich das Geschenk im Laden besorgt hätte, allerdings stellte sich dann doch noch rechtzeitig die Idee für die persönliche Note ein:

Eine Messlatte für das große kleine Mädchen:

Und im Adventskalender war ein Fingerpüppchen von mir:

 

 

Ups…

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…da war noch Teig im Kühlschrank. Eigentlich war der für die Kinder gedacht. Allerdings hielt sich deren Backlust seeeehr in Grenzen. Also mussten heute noch Ausstecherle fabriziert werden.

 

Laufkonto sieht gut aus: 116 km im Dezember bisher. Hab jetzt aber unter meinen Kolleginnen den Ruf weg, nicht ganz dicht zu sein. Morgens um 5 vor der Schule mit Stirnlampe im Wohngebiet kreisen, gilt nicht als normales Verhalten. Schmunzel.

 

Totgesagte leben länger

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Als wir unser Haus kauften waren im Garten einige ziemlich große und ziemlich hässliche Koniferen. Nach und nach fielen die Beil und Säge zum Opfer.

Dabei stellte sich heraus, dass im diesem Gestrüpp eine Rose kümmerlich ihr Dasein fristete. Endlich ans Lichte gelassen begann sie sofort zu blühen. Leider war die Stelle an der sie stand als Teil unserer Terasse vorgesehen. So grub ich die Rose mühevoll aus und pflanzte sie an anderer Stelle wieder ein. Allerdings ging dabei ein großer Teil des Wurzelwerks verloren. Folglich starben augenscheinlich alle Zweige ab. Ich wollte sie schon aufgeben, da trieb sie neu aus und blühte auch wieder.

Im Folgejahr fiel zuerst die Rosenblattrollwespe über sie her, dann die Blattläuse und schließlich der Rost. ich gab das Plänzlein ein zweites Mal auf.

Und im nächsten Frühjahr trieb sie wieder aus. Und wieder gleiches Spiel wie im Vorjahr. Zum dritten Mal: das war wohl nix.

Aktuell gibt es einen einzelnen grünen Trieb:

 

 

Teilentspannung

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Nachdem mein Mann sein Schulkonzert am Dienstag erfolgreich gemeistert hat, war ich gestern dran. Es war ein brutal anstrengender Tag.

Aufgrund der vorherigen Termindichte hatte ich es nicht geschafft, Material für meine Schüler vorzubereiten, mit dem sie sich beschäftigen hätten sollen, während ich die letzten Proben leiteten würde. Also ging es morgens kurz nach 5 Uhr erst mal noch an den Computer. Aus dem Laufen wurde deshalb nichts, aber ich wäre eh viel zu schlapp gewesen. Pünktlich zum Schmieren der Pausenbrote (bzw. Einpacken der Pizzareste vom Dienstag) war ich mit der Unterrichtsvorbereitung dann doch fertig. Kinder wurden mit Frühstück versehen, ich selbst bekam einen Kaffee (nur halbes Ritual aus Zeitmangel) und ebenfalls ein Vesperpaket. Dann musste das Auto zum Instrumententransport umgebaut und das Kind im Kindergarten abgeliefert werden.

Kurz vor 8 schaffte ich es in die Schule. Dort wurde das am Vortag von mir bereitgestellte Equipment eingeladen (Synthesizer mit Verstärker, E-Piano mit Verstärker, Conga, Bongo, Bassdrum, Snare, Becken, diverse Kabel…) und die Autos der Kollegen mit Podesten, Notenständern, Scheinwerfen und derlei Späßen bestückt. Es wurde flott das Postfach im Lehrerzimmer gecheckt, das Material für den Unterricht vervielfältigt, der richtigen Schülerin zur Verteilung in die Hand gedrückt und dann düste ich schon mit dem Auto in die Kirche.

Dort räumten wir (zwei Kollegen, der Hausmeister und ich) natürlich die Autos aus, bauten Podeste auf, holten Stühle von der Empore, richteten die Instrumente her und dergleichen mehr. Für mein Ensemble stand pünktlich 9.40 Uhr alles bereit. Nachdem dieser Punkt letztes Jahr furchtbar chaotisch abgelaufen war, konnte ich an dieser Stelle also schon mal tief durchatmen, was ich auch tat.

Die Probe war sehr konzentriert, wenn auch kräftezehrend. Kaum war sie vorbei, flitzte ich schon wieder in die Schule und überprüfte die Arbeitsergebnisse meiner Schüler. Sie hatten wirklich gute Ergebnisse erzielt.

Dann nahm ich mir Zeit zu Essen, was gleich eine Kollegin auf den Plan rief: „Na, wer sich sowas leckeres zubereiten kann, der kann noch nicht im Totalstress sein!“ Zugegeben, der Milchreisrest vom Freitag, mit Walnüssen, filetierten Orangen und Vanillezucker hätte fast auf den Deserteller eines Restaurants gepasst, aber diese Streicheleinheit für Magen und Seele, war bitter nötig, denn schon ging es weiter.

Ab an den Flügel: Begleitung für Chor und Orchester noch mal durcharbeiten!

Dann fuhr ich wieder in die Kirche und wohnte als Pianistin/Cembalistin den Proben der Kollegen bei. 13.50 Uhr ging es endlich nach Hause.

Nach dem obligatorischen Autoumbau (ohne Kindersitze geht es halt nicht) wurden Geigen, Musikschulpicknick und heute mal ausnahmsweise der Ehemann eingepackt und der Nachwuchs im Kinderzentrum abgeholt. Der sichtlich vom eigenen Konzert erschöpfte Mann bespaßte die Kinder, während ich mit der Geigenlehrerin schnell eine Aufnahme für die Jugend-musiziert-Vorbereitung eines anderen Kindes einspielte. Dann wohnte ich natürlich brav dem Unterricht meiner Töchter bei, begleitete und notierte.

Wieder Zuhause gab es für mich noch einen Kaffee und in Ermangelung jeglichen Brotes eine Dose Linsen – jaaaaa, ich weiß, Fertigfutter, aber immerhin waren die nur in Wasser und ich peppte sie mit Salzgemüse auf.

Und dann mussten Mann und Kinder auch schon mit allen nötigen Utensilien zur Weihnachtsfeier in die Grundschule gefahren werden, das Auto wieder umgebaut und ich in Schale geworfen werden.

18.20 Uhr: letztes Stühle rücken in der Kirche, Instrumente stimmen. Alle Schüler waren pünktlich im vereinbarten Dresscode da. Zweite sehr große Erleichterung an diesem Tag.

Die eigentlich Aufführung meines Ensembles lief leider nicht ganz so gut wie erhofft, war aber auch nicht so schlimm wie befürchtet. Meine Begleitung war in anderen Konzerten auch schon besser gewesen, aber ich hatte diesmal einfach keine Zeit intensiv zu Üben gehabt.

Nach dem Konzert folgte der Abbau, 21.24 Uhr schickte ich meinem Mann die Nachricht, dass ich fertig wäre.

Ich schlief nach dem Vernichten einer guten halben Schachtel Milka Pralinés auf dem Sofa ein.

Heute Morgen las ich als erstes die e-Mail vom Chef: Über 2000€ Spendeneinnahmen für ein Projekt in BurkinaFaso und das Konto unserer Fachschaft! Ich hatte nur einen kleinen Anteil an diesem Erfolg, aber es tat trotzdem sehr gut, das zu lesen.

So und nun ist vermutlich tatsächlich der schlimmste Tag für dieses Jahr schon rum. Ich könnte auf der Stelle wieder einschlafen vor lauter Entspannung.

Ach ja, ich hatte ja noch Zahlen versprochen. Die gibt es nicht konkret, das ist mir zu exibitionistisch, aber ich sage so viel: Die Schilddrüsenwerte sind wieder Erwarten alle super, aber die Eisenmangelanämie ist wieder da. Alle Werte hierzu sind deutlich unter dem Normbereich. Das erklärt die Schlappheit, die Hautprobleme und den Haarausfall. Also Schluck ich halt wieder zwei Tablettchen statt einer am Tag. Kontrolle in drei Monaten. Cholesterin wie immer über Norm, aber LDL in der Norm. Aussage vom Arzt zum Lebenswandel: „Weiter so!“ Ok, wird gemacht!