52 Wochen – Teil 6

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Heute gibt es einen Perspektivwechsel. Anlässlich der Feier der Erstkommunion unseres mittleren Kindes wurde die Wohnküche völlig umgestellt. Es galt 25 Gäste zusätzlich zu den fünf regulären Bewohnern unterzubringen. Da darunter 10 Kinder bis 10 Jahre waren klappte es gerade so – die Kinderbiertischgarnitur auf dem roten Teppich verschwindet auf dem Bild hinter dem anderen Mobiliar – nur für mich blieb erst kein Platz. Ich stellt also mein Tischkärtchen zunächst auf das Klavier und wartet ab. Als die ersten Gäste eintrafen, erfuhr ich, dass meine Patentante erkrankt war und damit hatte auch ich ein Plätzchen am Tisch.

Ärgerlich war, dass ich im Trubel vergaß die fertig gedeckten Tische zu fotografieren. Ich war mit dem Endergebnis recht zufrieden gewesen. Auch meine Backaktionen hab ich nicht festgehalten. Meine Brötchen (Tomate-Oregano, Kräuter, Zwiebel, Sesam, Mohn, Kürbiskern, Sonnenblumenkern) waren der Hit und ständig beschwerten sich die Gäste, dass die ZU lecker seien und man nicht aufhören könne sie zu essen. Auch Brownies und Applecrumble wurden fast ganz vernichtet. Das vegane Chili – eigentlich Bohneneintopf – meines Mannes war auch der Renner.

Trotz erheblicher Enge und Lautstärke waren alle Gäste sehr zufrieden und somit wir Gastgeber auch. Ein gelungenes Fest. Dennoch bin ich froh, dass die nächste große Feier nicht so bald ansteht.

 

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  1. Da warst Du ja richtig richtig fleißig für die Feier….kulinarisch für 30 Personen zu zaubern ist schon anspruchsvoll….aber die Sachen dafür sind weise gewählt, so das Du nicht direkt am Feier-tag damit zu tun hattest, oder!? Und solch tolles Lob zu hören ist der Mühe Lohn 🙂

    • Ja, ich hatte, als die Gäste mal da waren, fast nichts mehr zu tun, allerdings war die Nacht zuvor sehr kurz, denn die Brötchen sollten schön frisch sein. Mein Vater wurde dann zum Kaffeekochen verpflichtet (hat er gerne gemacht) und für’s Umdecken die Gäste zum Spazierengehen geschickt. Neben dem Chili gab es kaltes Buffet. Theoretisch würde ich also auch bei Nr. 3 zuhause feiern, allerdings wird die Familie bis dahin noch gewachsen sein (sowohl mein Bruder als auch meine Schwester machen mich dieses Jahr noch wieder zur Tante). Ist aber noch lange hin.

      • Schön das Du als Mutter dann auch was von der Feier hattest…wenn ich da an früher denke….da standen die Frauen bei Feierlichkeiten ewig in der Küche mit hochrotem Kopf, waren dann fix und alle und hatten nichts von der Feier….da finde ich das Umdenken gut, was offenbar allgemein stattgefunden hat 🙂

      • Die Alternative wäre ja, die ganze Feier in ein Restaurant zu verlegen. Wir könnten uns das schon leisten, aber gerade die Eltern der kleinen Kinder nahmen die Enge und das evtl. bescheidenere Mahl gerne in Kauf, da die Kids sich frei bewegen, krümeln und laut sein durften und sich auch unkompliziert Plätzchen zum Dösen, Stillen oder Füßehochlegen fanden. Inwiefern ein Umdenken hier stattgefunden hat, weiß ich nicht (andere Kommunionfamilien scheinen da schon andere Maßstäbe zu setzen), aber unser beiden Herkunftsfamilien sind eher für’s Praktische und Gemütliche denn für Tradition und Repräsentation und konnten sich entspannen. Das größte Lob war mir, dass sich meine Omi (Jahrgang 1927) wohlgefühlt hat.

      • Ich denke schon das es Unterschiede gibt in den verschiedenen „Schichten“ der Menschen….und in bestimmten Situationen mag das Restaurant auch durchaus reizvoll sein….aber der intelligentere Weg ist der zu schauen welche Bedürfnisse aktuell unter den Gästen da sind und dementsprechend zu planen…..

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