Archiv für den Monat Juni 2016

52 Wochen – Teil 18

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Wäschestau. Leine, Bügel, Klammern – alle Kapazitäten erschöpft. Und die 60°C Wäsche steht noch in der Warteschlange.

Wenn die Wäsche getrocknete ist, kommt sie, glatt gestrichen und gefaltet bzw. gerollt, nach Besitzer sortiert in die Kisten, die auf dem Sofa zu sehen sind. Jedes Familienmitglied muss dann seine Wäsche selbst aufräumen. Gebügelt wird etwa zwei Mal pro Jahr, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Ansonsten wird nach dem Motto gelebt, was nach 10 Minuten wieder knittrig ist, wenn man es trägt, ist des Bügeleisens nicht wert. Allerdings lasse ich beim Aufhängen auch große Sorgfalt walten, so dass die Wäsche möglichst faltenlos trocknet.

Es soll Leute geben, für die es ein No-Go ist, ihre Wäsche für andere sichtbar zu verarbeiten bzw. die anderer Leute sehen zu müssen. Ich erinnere mich an eine Freundin, die böse Briefe von ihrem Vermieter bekommen hat, weil sie es wagte, ihren Balkon mit einem Wäscheständer zu zieren. Und tatsächlich werde ich auch oft auf die Wäsche angesprochen, die bei uns sehr oft im Wohnzimmer steht. Meist sind das aber erleichterte Kommentare wie: „Hach, das beruhigt mich: Bei mir sieht es auch so aus!“ Und da frage ich mich dann immer, wie ich es denn anders machen sollte?

Wir sind fünf Personen und leben auf 135 Quadratmetern. Jedes Kind hat sein Zimmer – da kann ich die Wäsche nicht hinstellen. Unser Schlafzimmer ist zu klein und das Arbeitszimmer, das mein Mann und ich uns teilen, ist zu voll. Im Badezimmer treten sich zwei Personen schon gegenseitig auf die Füße und der Platz über der Badewanne wird ohnehin von einem Wäscheständer belegt, auf dem Waschlappen und Sportkleidung zwischentrocknen. Die Dielen der oberen beiden Stockwerke umfassen jeweils etwa zweieinhalb oder drei Quadratmeter. Die beiden Kellerräume kommen wegen Schimmelgefahr nicht in Frage und der Haustechnikraum ist einfach zu klein. Dort haben gerade mal Waschmaschine und Trockner Platz. Letzterer stammt aus den Zeiten als wir gefühlte 1000 Strampler zu waschen hatten und wird inzwischen aus Energiespargründen fast nur noch für Handtücher benutzt, weil wir keinen Weichspüler benutzen. Die Körbe für helle, schwarze, rot/rosa/violette, bunte, 60°C-, Handtuch- und Putzlumpen-Wäsche und vier kleine Körbchen für die farbliche Sortierung der Socken, die in Wäschesäcke müssen, weil sie sich sonst in den Dichtungsgummi der Maschine wurschteln, belegen den Rest des Platzes im Haustechnikraum.

So, also wohin mit der Wäsche? Bei gutem Wetter natürlich auf die Terrasse. Aber sonst?

Und so ganz grundsätzlich: Was soll denn das? Soll ich mich dafür schämen Wäsche zu waschen? Bitte?

Also wer sich ästhetisch beleidigt fühlt, wenn er Wäsche auf der Leine sehen muss, der darf definitiv nicht zu uns kommen und er sollte auch meinen Blog tunlichst vermeiden.

Das Projekt:

Initiator: Zeilenende

Partizipanten: Solera, Marinsche, Wili, Gertrud

 

52 Wochen – Teil 17

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Initiator: Zeilenende

Partizipanten: Solera, Marinsche, Wili, Gertrud

Heute würde ich nichts lieber tun, als in meinem Sessel zu faulenzen, aber das Arrangement für unser diesjähriges Unterstufenmusical muss heute fertig werden. Es sieht nach Nachtschicht aus. Aber diesen Beitrag hier lasse ich mir doch nicht nehmen.

 

Zu sehen heute mein häuslicher Arbeitsplatz. Das meiste dürfte selbsterklärend sein. Fragen dürfen gestellt werden 😉

 

1000

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Die letzten Tage hatte ich keine Zeit und noch weniger Lust zu Laufen. Deshalb konnte ich den Tausender erst heute voll machen. Vom Jahresziel gerechnet bin ich aktuell gut zehn Kilometer im Rückstand. Das ist problemlos in den nächsten Tagen aufholbar. Allerdings muss da die Motivation mitspielen. Über Zeiten rede ich gerade nicht.

 

Spielzeug aus der Hölle

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Ich habe ja schon öfter angedeutet, die eine oder andere neurotische Neigung zu haben. Erwähnen könnte man beispielsweise, dass ich Socken nur paarweise waschen kann. Einzeln dürfen die nicht in die Maschine, nicht mal in den Sortierkorb im Keller.

Und da kommt nun dieses Spielzeug daher. Eigentlich pfiffig und wunderschöne anzusehen. Wenn da nicht die Kinder wären, die das Teil gerne mal durcheinander bringen. Heute habe ich – leider, leider – eine Menge kostbarer Zeit damit verplempert das miese Ding wieder zu entwirren. Mein Mann bat mich, es doch einfach wegzuwerfen. Aber ich wusste, ich konnte es wieder in den richtigen Zustand bringen. Und ich habe es natürlich auch geschafft. Doch während dessen war ich kaum ansprechbar. Zum Verrücktwerden. Äh, naja, das bin ich ja dann wohl schon ein bisschen.

Mein Mann forderte mich dann auf, es doch nun im entwirrten Zustand in der Mülltonne zu deponieren. Aber das bringe ich nicht übers Herz, weil es ja heil ist.

Jetzt muss ich wohl hoffen, dass die Kinder es wirklich endlich mal richtig kaputt machen.

 

52 Wochen – Teil 16

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Er hat sich's ausgedacht: Zeilenende

Mit dabei sind: EsMarinscheKocht, Solera1847, Gertrud Trenkelbach, Wili

 

 

Diese Woche kein Selfie, sondern wieder das Wohnzimmer als Stillleben:

Eine Yogamatte, diverse Instrumente, ein Patchworktäschchen, eine Kleiderhülle, eine Picknickdecke, eine Wolldecke, ein Kissen, eine Jacke. Im Hintergrund die obligatorische Wäsche.

Gestern war die Hochzeit eines alten Freundes. Vor der erwarteten Völlerei stand das tägliche Sportprogramm an. Im üblichen Aufbruchschaos hatte ich vergessen, die Matte wegzuräumen.

Mein Mann, unsere Kinder und ich waren alle musikalisch gefordert, deshalb sind die Instrumente zu sehen und auch das Täschchen in dem die Schulterstützen der Geigen stecken (wer baut Geigenkästen, in die die Stützen nicht rein passen?). Hier fehlte heute morgen die Zeit sie statt nur aus dem Auto auch gleich an ihre Plätze zu stellen, denn das Fest der Kirchengemeinde stand auf dem Plan. Aus dem selben Grund wurde die Yogamatte auch heute nicht aus dem Weg geschafft.

Das Sportprogramm fiel wegen einer fiesen Migräneattacke, die mich gestern – auf der Hochzeit – ereilte, aus. Schade um das leckere Essen.

Die Kleiderhülle enthielt natürlich gestern noch die festliche Kleidung. Die erste Probe war für 10 Uhr angesetzt, der Gottesdienst war um 12. Da war klar, dass das Aufbrezeln des Nachwuchses an den Ort des Geschehens verlegt werden musste. Andernfalls wären die weißen Lackschühchen der Blumenmädels sicher schlammbedeckt gewesen, bevor sie zur Geltung hätten kommen können. Das Wetter war dem Brautpaar leider nicht sehr gewogen.

Die Decke, Picknickdecke und das Kissen waren gedacht, den Kindern zu ermöglichen, sich in eine Ecke zu legen, falls sie müde würden. Tatsächlich hätte ich mich gerne darauf gelegt, weil mir so elend war und die Kinder tanzten fast bis Mitternacht.

Nun die Hochzeit ist vorbei. Ich bin immer noch nicht ganz wieder auf der Höhe. Dank des Festes ist natürlich wieder viel Arbeit liegen geblieben – so auch die Wäsche. Und damit ich nicht ganz verzweifle ob des Arbeitsberges, muss ich jetzt dringend mit dem Schreiben aufhören und zumindest mit irgendetwas anfangen…

 

52 Wochen – Teil 15

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Heute stand bei der besseren Hälfte Korrekturmarathon an und ich hätte eigentlich arrangieren müssen, aber eine Einladung bei den Großeltern unsrer Kinder sollte auch nicht ausgeschlagen werden. Also wurde der Lauf gestern Abend auf 18km ausgedehnt (6 km Defizit von der Woche, 6 km für den Samstag und 6 für heute) und heute morgen nur das Yoga-Pilates-Planke-Klimmzug-Programm abgespult. Das dauert so 25 Minuten und ist eine etwas wüste Mischung aus Übungen von denen ich aber das Gefühl habe, dass sie mir gut tun. Der obligatorische halbe Liter Latte Macchiato folgte.

Dann wurden die Kids zum Üben angehalten, erst jeder für sich, dann als Trio. Nächste Woche heiratet einer unserer ältesten Freunde und da habe ich ein kleines Stück geschrieben, das sie zum Besten geben werden. Da die drei wirklich sehr musikalisch sind, wird es also eine 30 sekündige Einlage geben, die nicht peinlich, sondern einfach sehr, sehr niedlich sein wird. Vor allem unser sechsjähriger Zwerg an der Geige ist höchst knuddelwürdig. Damit die Mäuse aber nicht zu aufgeregt sind, können wir uns beim Üben nun keinen Pausentag mehr gönnen. Das musste also nach dem Frühstück sein.

Ein bisschen Haushaltskosmetik gab es noch, dann ging es in mein 100 km entferntes Heimatdorf. Der Ehemann wurde zuhause zurückgelassen, die Kinder eingepackt. Die Fahrt geht nur über kleine Sträßchen, da es keine direkte ausgebaute Verbindung gibt. Das Gekurve schlägt mir als Beifahrer stets auf den Magen und ich kann auch nicht behaupten, dass mein Innenohrs als Fahrer davon sehr angetan wäre. Insofern bin ich nun nach der Rückkehr ziemlich erschlagen. Der Tag ansonsten war ein relativ entspannter Verwandtenbesuch. Einzig das Antiallergikum hatte ich nicht mit und das große Kind hatte eine fiese Heuschnupfenattacke. Aber zum Glück konnte eine Tante aushelfen.

Heute von mir ein Selfie gähnend auf der Yogamatte. Ob ich es wohl noch an den Rechner zum Arbeiten schaffe?

Und als Bonbon das Schneckenrennen in der Küche meiner Eltern.