Archiv für den Monat Oktober 2016

Glaskuchen

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Nach langen Arbeitstagen ist ein kurzes Innehalten, bevor man an die privaten Pflichten geht, sehr entspannend. Eine Tasse Tee, Kaffee oder warmer Saft bieten sich in der kalten Jahreszeit an. Und wenn man einen kleinen Energieschub braucht, ist ein Stück Kuchen schwer in Ordnung.

Allerdings ist gekaufter Kuchen vom Bäcker teuer, man muss beim nach Hause fahren zuerst daran denken, dann einen Umweg machen und dann auch noch wissen, wer überhaupt Kuchen möchte und welchen. Und der aus der Tüte aus dem Supermarkt ist nur bedingt lecker und vor allem voller Zeug, dessen Namen man kaum aussprechen kann.

Da ist das Selbstbacken quasi unumgänglich. Und man braucht eine Lösung für die Portionierung, damit Kuchen nicht alt wird, wenn die Kinder im Hort schon was Süßes hatten oder der Ehemann was herzhaftes möchte.

Nachdem ich zweimal Kuchen im Weckglas geschenkt bekommen hatte, machte ich mich vor einiger Zeit selbst daran, Glaskuchen herzustellen. Ich griff dabei auf normale Marmeladengläser zurück und es funktionierte einwandfrei.

Der Kuchen wird dabei einfach im Glas gebacken und der Deckel aufgeschraubt, wenn er fertig aber noch heiß ist.

Heute habe ich meinem Bananenkuchenrezept noch 100 g gehackte Zartbitterschokolade hinzugefügt. Und Vollkornmehl habe ich auch keines benutzt. Das schmeckt mir gerade zu gesund. Ich brauche Seelenfutter!

Nun gibt es 18 – nein 17, Solera hat sich eines unter den Nagel gerissen – Gläser, die in den Keller wandern und bei Bedarf geholt und geöffnet werden.

Wie lange sich der Glaskuchen hält, kann ich nicht sagen. Bisher war er nie länger als drei, höchstens vier Wochen im Regal. Er lässt sich übrigens auch als Nascherei mit zur Arbeit nehmen 😉

 

Bewegungsbilanz KW 42/43

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Freitag kam ich grade so auf 10.000 Schritte, aber immerhin konnte ich im Schwimmbad 10 Bahnen Kraulen und nochmal 250 Meter im Warmbecken zurücklegen. Die mittlere Tochter schafft nun etwas Startsprungähnliches ohne jedesmal schmerzhaft auf das Wasser zu klatschen und der Beinschlag der Kleinen sieht nicht mehr ganz so verboten aus. Für meinen bösen Hals war das Bad natürlich nicht so sinnvoll, aber die Bewegung der Kids war mir wichtiger. Zudem war der Ehemann mit im Bad. Als ganze Familie ist es doch schöner, als wenn einer fehlt!

Samstag wollte ich den Einkauf eigentlich vermeiden und hatte uns schon vorher mit Gemüse eingedeckt, aber dann fehlten doch ein paar Kleinigkeiten. Der Ehemann brauchte das Auto für den Probentage seiner BigBand. Also durfte das E-Bike ran. Eine geeignete Regenhose wurde bei der Gelegenheit dann auch erstanden. Nun gibt es wieder eine Ausrede weniger für den Weg zur Arbeit. Einen kleine Lauf im Dunkeln abends gab es noch, denn das Bargeld war ausgegangen. Die Stirnlampensaison ist eröffnet.

Sonntag kamen meine Eltern. Die Kinder freuten sich sehr und ein mittellanger Spaziergang besserte die Bewegungsbilanz nach reichlich Kuchen auf, auch wenn es bei mir doch nicht ganz für Grün reichte. Abends ging es in das Konzert von Soleras Jazz-Orchester. Es war ein großer Genuss, auch wenn die Uhrzeit nicht ganz zu meinem normalen Rhythmus passte. Solera dort mit viel Spaß musizieren zu sehen, war mal wieder richtig schön. Ich war froh, dass so ein Jazz-Konzert ordentlich laut ist, denn auch unzählige Bonbons konnten den Reizhusten nicht wegzaubern.

Eben jener Husten war dann auch Schuld, dass ich Montag den Lauf streichen musste. Die letzte Unterrichtsstunde des Tages endete statt 16.25 Uhr für meine Schüler dann schon 16.15 Uhr, da ich einen Hustenanfall bekam. Vor lauter Husten liefen mir die Tränen das Gesicht runter und ich winkte die Schüler nur noch aus dem Raum. Ohne weiteren Anfall kam ich zwar mit dem Rad nach Hause, aber Laufen erschien mir nicht sinnvoll. Also gab es wieder nur ein Orange.

Dienstag durfte ich drei Stunden mehr als sonst unterrichten, in denen ich dann auch nicht einfach herumsitzen konnte. Es reichte für Grün.

Mittwoch unterrichtete ich nur eine Stunde mehr als vorgesehen und am Nachmittag stand wieder Mamataxi an. Ganz knapp Grün war trotzdem drin.

Heute zwang ich mich zu Lauf 158, denn der Husten ist quasi weg. Langsam ist gar kein Ausdruck, aber von Geschwindigkeitszielen habe ich mich ja schon länger verabschiedet. Der Wocheneinkauf liegt auch schon hinter mir. Deshalb ist die Schrittbilanz heute mittags schon enorm. Mit ein „bisschen Hausputz“ kommt da noch was drauf.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich bewegungstechnisch nicht unzufrieden bin. Natürlich gibt es Punkte die besser laufen könnten – Yoga und Co. haben grade nicht recht Platz im Alltag – aber man könnte sich an meiner Stelle auch deutlich weniger bewegen.

Da ich nun einigen unterrichtsfreien Tagen entgegenblicken darf, werde ich versuchen etwas mehr Struktur in meine Unterrichtsvorbereitung zu bringen. Das ist der Punkt, der mir im Moment sehr viel gefühlten Stress bereitet. Das führt wiederum dazu, dass meine Ernährung sehr leidet – Stichworte: Frustfressen und Glühwein trinken. Also führt der Weg zum besseren Essverhalten wohl nur über bessere Organisation. Kampf den Prokrastinationsgenen!

Genug Schlaf soll ja ebenfalls gesund sein. Da kann ich die nächsten Tage auch was dran tun 😉

2016: 1292 km gelaufen, 14,8 km geschwommen, 430 km mit dem E-Bike, aktuell 56,9 kg

 

Ab in die Vesperbox – Linsensalat

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Belugalinsen ohne alles gekocht, Tomaten, Apfel, Oliven, Pepperoni, Essiggurken, Essig, Öl, Pfeffer, Salz.

Ich bin einfach kein Mensa-/ Kantinenfreund: Zu viele Leute, deshalb zu laut, das Essen immer einen Tick zu kalt, geschmacklich nicht immer vorhersehbar, tendenziell zu wenig Gemüse und die Portionsgröße nicht exakt bestimmbar. Also nehme ich mir die Zeit und mache mein Mittagessen zuhause. Das ist zwar dann von vorne herein kalt, aber es tut auch nicht so, als wolle es heiß sein 😉 Und günstiger ist es in der Summe auch.

Dazu gibt es oft „Muckefuck“, denn den Lehrerzimmerkaffee mag ich ebenfalls nicht besonders und trinke den nur des Koffeinspiegels wegen.

 

Solera-Kuchen

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Nein, ich habe meinen Ehemann nicht zu Kuchen verarbeite, auch wenn ich er mein Süßer ist. Und es ist auch kein Sherry Solera1847 drin.

Statt dessen ist der Kuchen der Versuch, einen Geschmack, den mein Schatz seit seiner Kindheit schätzt, zu reproduzieren: Rotweinkuchen nach Art der ehemaligen Nachbarin.

Nun habe ich die alte Freundin der Familie nicht nach dem Rezept gefragt, sondern einfach eines unserer Backbücher gezückt und mal gesucht. Laut Solera ist der Kuchen sehr lecker, obwohl ich nach wie vor nicht sicher bin, ob er so schmeckt wie der Kuchen aus Kindertagen. Alles in allem bin ich aber mit dem Ergebnis zufrieden.

Man braucht

  • 250g Butter
  • 250g Zucker
  • Vanillezucker
  • Salz
  • 4 Eier
  • 1TL Zimt
  • 2 EL Rum
  • 250g Mehl
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 3 EL Kakao
  • 125ml Rotwein
  • 100g abgezogene und gehakte Mandeln
  • 150g Raspelschokolade

Wie man dem Rezept ansieht handelt es sich um einen normalen Rührkuchen. Bei 160°C braucht der Kuchen (nicht vorgeheizt) 70 Minuten.

Die Mandeln zu bearbeiten hat etwas genervt. Beim nächsten Mal lagere ich diesen Arbeitsschritt an den Abend vorher aus. Leider hatte ich nur Vollmilchschokolade zum Raspeln da, mit Zartbitter schmeckt der Kuchen sicher noch etwas anders.