52 Wochen Klassik – Teil 5

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Hm, mit der Donnerstagsveröffentlichung der Reihe „52 Wochen Klassik“ hapert es gewaltig. Ich sollte auf Sonntag umstellen…

Heute gibt es aus meiner Sicht schwere Kost. Es handelt sich um die Rhapsodie in Es-Dur Op. 119/4 von Johannes Brahms. Die Sammlung Opus 119 ist wohl die letzte für Solo-Klavier, die er (1893) geschrieben hat.

Bis heute habe ich keinen rechten Zugang zur Musik von Brahms gefunden.

Die Abneigung liegt teilweise daran, dass ich klaviertechnisch einfach nie wirklich gut geworden bin. Ich habe es nie geschafft mehr als drei Stunden pro Tag zu üben. Nach höchstens zwei Stunden hing es mir zum Hals raus. Mein gesamtes Musikstudium war insofern eine Qual, als dass Klavier leider mein Hauptinstrument war. Ich hatte zwar auch für Cello die Hauptfachprüfung bestanden, dachte aber, dass mir das Klavier in der Schule mehr nützen würde. Das war zwar grundsätzlich richtig gedacht, aber ich hätte mich viel entspannter dem schulpraktischen Klavierspiel gewidmet, wenn da nicht immer schon die schier unerträglichen Stunden mit Übequälerei voraus gegangen wären. Statt nach der Zwischenprüfung für das Examen mehr Klavier zu üben, verhandelte ich mit dem Prorektor der Hochschule und durfte Querflöte als zusätzliches drittes Instrument belegen. Am Ende des Studiums konnte ich dann recht ordentlich Flöte spielen und habe das Klavier eigentlich gehasst. Bis heute versuche ich „Klavierjobs“ zu umgehen. Einzig meine Töchter begleite ich sehr gerne.

Die Rhapsodie war eines der Stücke, die ich zwar im Unterricht passabel hinbekommen habe, aber die ich nie öffentlich vorgespielt hätte. Die Brahmnoten verstauben mittlerweile hier im Regal.

(in die Playlist hat sich aber noch ein weiteres Stück von Brahms geschmuggelt- allerdings kein Klavierstück)

Hier geht es zur vollständigen Apple-Playlist.

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  1. Ich bin auch nie ein Brahms-Fan geworden. Spätestens seit der Erhebung seines f-Moll Klavierquintetts zum Abiturthema mag ich ihn noch weniger. Die Musik ist zwar eigentlich meist recht gut anzuhören, in der Summe aber zu verkopft und zu strukturiert, um mir vom Bauch her gefallen zu können.

    P.S.: Ich finde, du bist eine sensationelle Klavierbegleiterin. Basta!

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