Archiv der Kategorie: 52 Wochen Klassik

52 Wochen Klassik

52 Wochen Klassik – Teil 14

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Heute habe ich ein Stück von Mozart ausgesucht. Es ist das Rondo in Es für Horn und Orchester KV 371.

Mit meinem Mann habe ich das Stück in einer Bearbeitung für Trompete und Klavier schon oft gespielt.

Bei einer Gelegenheit hatte er sich auch mal ein Corno da Caccia ausgeliehen. Das ist ein hornähnliches Instrument, das aber mit einem Kesselmundstück (wie bei einer Trompete) gespielt wird.

 

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52 Wochen Klassik – Teil 13

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Edward Grieg begleitet mich schon sehr lange. Zuerst lernte ich seine Musik wieder im Kinderballett kennen, als mein Ballettlehrer zur Musik der Peer Gynt Suiten eine Aschenputtelversion choreografierte. Als ich dann mit dem Klavierspiel begann, konnte ich nach ein paar Jahren schon erste lyrische Stücke spielen und im Studium lernte ich dann Lieder von ihm kennen.

Ich mag Griegs Tonsprache. Sollte ich ein paar Adjektive benutzen, würde ich „verspielt“, „empfindsam“, „intensiv“ verwenden. Auch bei großen Themen – finde ich – ist die Musik frei von überbordendem Pathos.

Das Lied „Prinsessen“ stammt aus dem Jahr

Das Video ist Originalsprache, es gibt aber auch eine schöne deutsche Übersetzung. Grieg selbst hat das Lied als reines Klavierstück umgearbeitet. In letzterer Variante ist das Stück auf meiner Playlist.

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52 Wochen Klassik – Teil 12

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Irgendwie hat das letzte Woche mit der automatischen Veröffentlichung nicht geklappt und mir ist es nicht aufgefallen. Deshalb gibt es heute zwei Beiträge.

Angeregt von Arabella habe ich meine geplante Reihenfolge umgestellt und ein Lied eingeschoben. Es geht um – die Liebe.

Das Lied stammt von John Dowland und wurde vor über 400 Jahren veröffentlicht.

Bei der Recherche stieß ich auf eine sehr interessante moderne Interpretation.

 

Hier geht es zur vollständigen Apple-Playlist, auf der sich eine traditionelle Einspielung befindet.

 

52 Wochen Klassik – Teil 11

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„Les tisserands“ ist das letzte Stück in der Reihe von den „8 Chansons françaises“ von Francis Poulenc. Ich spreche leider kein Wort Französisch, weswegen ich keine Übersetzung liefern kann. Gesungen hab ich das Stück im Schulmusikerchor an der Musikhochschule. Es hat damals tierisch Spaß gemacht!

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52 Wochen Klassik – Teil 10

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Zum Karfreitag gibt es ein kammermusikalisches Stück aus der Romantik. Der böhmische Cellist und Komponist David Popper schrieb es für 3 Celli und Klavier. Ich habe selbst schon bei Konzerten die Parts des 1. und 3. Cellos übernommen, aber auch schon das Klavier. Ich liebe das Stück über alles!

Popper widmete das Stück, „Requiem, Op. 66“, einem guten Freund und es wurde auf seiner eigenen Beerdigung 1913 gespielt. Und seit ich dieses Stück kenne, weiß ich, dass ich mir wünsche, dass es auch auf meiner eigenen Beerdigung erklingen soll.

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52 Wochen Klassik – Teil 9

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Verdammt! Beitrag vergessen!

Zur Karwoche gibt es heute etwas Bach. Aus der Kantate „Jesu, der du meine Seele“, BWV 78, habe ich ein Duett ausgesucht. Sopran und Alt kolorieren wundervoll mit- und gegeneinander. Leider habe ich bisher nie die Gelegenheit gefunden, es selbst mal mit einer Altistin zu erarbeiten und aufzuführen und bin mir auch nicht sicher, ob ich es nach Jahren, in denen ich nur ganz selten meinen Gesang geübt habe, überhaupt noch schaffen kann, aber wer weiß?

Die Version, die auf YouTube gefunden habe, finde ich besonders schön, da der Alt von einem Countertenor, also einem Mann, gesungen wird.

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52 Wochen Klassik – Teil 7

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Antonin Dvoraks „Slawische Tänze“ habe ich als 10jährige kennengelernt. Damals war ich Teil eines Kinderballetts, das eine Version der „Schneekönigin“ von Andersen aufführte. Ich tanzte die Hauptrolle, die Gerda, die ihren Kai sucht. Viele, viele Proben gingen den Aufführungen voraus und am Ende kannte ich die Musik auswendig.

Das Stück das ich ausgewählt habe (Op. 46, Nr. 5), wurde damals eigentlich nur als Applausmusik verwendet. Wahrscheinlich gefiel es mir aber so besonders gut, weil es an der Stelle kam, wo alle Anspannung abfallen durfte. Egal ob man vorher alle Schritte richtig ausgeführt hatte, jetzt durfte man sich über den Beifall freuen.

Meine persönliche Beziehung zum Stück hat also inhaltlich gar nichts mit der eigentlichen Musik zu tun. Aber darauf kommt es mir auch nicht an 😉

Was mir allerdings, als ich mich später mal mit Dvorak beschäftigt habe, gefallen hat, war der Grundgedanke Folklore in Kunstmusik zu überführen. Diese Bestrebung der „Nationalen Schulen“ des 19./20. Jahrhunderts hat mir immer imponiert.

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52 Wochen Klassik – Teil 6

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Oh je, grade komm ich nicht recht zum Bloggen. Viel zu spät kommt der sechste Beitrag in der Reihe.

Das Stück stammt von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Es handelt sich um das „Lied ohne Worte“ Op. 62, 6. Bekannt ist es auch als „Frühlingslied“. Kennengelernt habe ich es über ein Arrangement für Orchester auf einer CD meiner Eltern. Original wurde es aber für Klavier geschrieben und gegen Ende meiner Schulzeit habe ich es dann auch mal gespielt. In meiner Playlist ist nun eine Version für Klavier und Violine, arrangiert von Fritz Kreisler.

 

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52 Wochen Klassik – Teil 5

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Hm, mit der Donnerstagsveröffentlichung der Reihe „52 Wochen Klassik“ hapert es gewaltig. Ich sollte auf Sonntag umstellen…

Heute gibt es aus meiner Sicht schwere Kost. Es handelt sich um die Rhapsodie in Es-Dur Op. 119/4 von Johannes Brahms. Die Sammlung Opus 119 ist wohl die letzte für Solo-Klavier, die er (1893) geschrieben hat.

Bis heute habe ich keinen rechten Zugang zur Musik von Brahms gefunden.

Die Abneigung liegt teilweise daran, dass ich klaviertechnisch einfach nie wirklich gut geworden bin. Ich habe es nie geschafft mehr als drei Stunden pro Tag zu üben. Nach höchstens zwei Stunden hing es mir zum Hals raus. Mein gesamtes Musikstudium war insofern eine Qual, als dass Klavier leider mein Hauptinstrument war. Ich hatte zwar auch für Cello die Hauptfachprüfung bestanden, dachte aber, dass mir das Klavier in der Schule mehr nützen würde. Das war zwar grundsätzlich richtig gedacht, aber ich hätte mich viel entspannter dem schulpraktischen Klavierspiel gewidmet, wenn da nicht immer schon die schier unerträglichen Stunden mit Übequälerei voraus gegangen wären. Statt nach der Zwischenprüfung für das Examen mehr Klavier zu üben, verhandelte ich mit dem Prorektor der Hochschule und durfte Querflöte als zusätzliches drittes Instrument belegen. Am Ende des Studiums konnte ich dann recht ordentlich Flöte spielen und habe das Klavier eigentlich gehasst. Bis heute versuche ich „Klavierjobs“ zu umgehen. Einzig meine Töchter begleite ich sehr gerne.

Die Rhapsodie war eines der Stücke, die ich zwar im Unterricht passabel hinbekommen habe, aber die ich nie öffentlich vorgespielt hätte. Die Brahmnoten verstauben mittlerweile hier im Regal.

(in die Playlist hat sich aber noch ein weiteres Stück von Brahms geschmuggelt- allerdings kein Klavierstück)

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