Archiv der Kategorie: Backen

Backen

Ich kann auch unordentlich!

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Die letzten Jahre:

Dieses Jahr:

Alle Versuche mit den Weihnachtsvorbereitungen rechtzeitig zu beginnen scheiterten dieses Jahr. Der Plan war gut, aber es war einfach zu viel, was noch oben drauf kam. Und so sprang ich über meinen Schatten und verhunzte das Schwarz-Weiß-Gebäck bei vollem Bewusstsein. Nein, stimmt gar nicht, bei etwa 0,6 Glühwein-Promille.

 

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Pizzateig zeitverzögert

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Wenn Familien sich treffen und miteinander etwas essen wollen, dann ist Pizza nie verkehrt. Jeder kann den Teig nach seinen Vorlieben belegen und den Rest besorgt das Backrohr.

Allerdings braucht man dazu natürlich zunächst Mal den Teig. Hefeteig ist keine Kunst, aber er braucht Zeit. Ihn vorher vorzubereiten ist meist kein Problem, aber das Portionieren und Ausrollen im Beisein der Gäste hat mich bisher immer genervt.

Ich hatte es schon so gemacht, dass ich den Teig nach dem ersten Gehen schon auf die Bleche gegeben habe und im Winter kamen die Bleche dann auf die Terasse. Wenn die Temperaturen aber zu hoch sind, geht der Teig ja weiter und wird von der Endkonsistenz nicht so prima. Sehr lange sollte so eine Lagerung also nicht sein. Will man längere Zeig überbrücken, muss man eine Möglichkeit zur Kühlung des Teigs finden.

Vor Jahren schon habe ich mal Silikonbackmatten erstanden. Die funktionieren bei mir prima. Und vor kurzem kam ich auf die Idee, den Teig einfach in der Matte einzurollen und in das 0°C-Fach meines Kühlschranks zu stecken. Zum Belegen musste ich dann nur die Matten auf die Bleche rollen.

Pizzateig gibt es ja auch schon fertig auf Backpapier zu kaufen. Statt Backmatte müsste also auch das Papier gut funktionieren. Man kann den Teig natürlich auch gleich kaufen, kauft dann aber allerhand Zutaten mit, die unnötig sind. Mein Pizzateig kommt mit Weizenmehl, Hartweizengrieß, Wasser, Salz, Olivenöl und Hefe aus.

 

Glaskuchen

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Nach langen Arbeitstagen ist ein kurzes Innehalten, bevor man an die privaten Pflichten geht, sehr entspannend. Eine Tasse Tee, Kaffee oder warmer Saft bieten sich in der kalten Jahreszeit an. Und wenn man einen kleinen Energieschub braucht, ist ein Stück Kuchen schwer in Ordnung.

Allerdings ist gekaufter Kuchen vom Bäcker teuer, man muss beim nach Hause fahren zuerst daran denken, dann einen Umweg machen und dann auch noch wissen, wer überhaupt Kuchen möchte und welchen. Und der aus der Tüte aus dem Supermarkt ist nur bedingt lecker und vor allem voller Zeug, dessen Namen man kaum aussprechen kann.

Da ist das Selbstbacken quasi unumgänglich. Und man braucht eine Lösung für die Portionierung, damit Kuchen nicht alt wird, wenn die Kinder im Hort schon was Süßes hatten oder der Ehemann was herzhaftes möchte.

Nachdem ich zweimal Kuchen im Weckglas geschenkt bekommen hatte, machte ich mich vor einiger Zeit selbst daran, Glaskuchen herzustellen. Ich griff dabei auf normale Marmeladengläser zurück und es funktionierte einwandfrei.

Der Kuchen wird dabei einfach im Glas gebacken und der Deckel aufgeschraubt, wenn er fertig aber noch heiß ist.

Heute habe ich meinem Bananenkuchenrezept noch 100 g gehackte Zartbitterschokolade hinzugefügt. Und Vollkornmehl habe ich auch keines benutzt. Das schmeckt mir gerade zu gesund. Ich brauche Seelenfutter!

Nun gibt es 18 – nein 17, Solera hat sich eines unter den Nagel gerissen – Gläser, die in den Keller wandern und bei Bedarf geholt und geöffnet werden.

Wie lange sich der Glaskuchen hält, kann ich nicht sagen. Bisher war er nie länger als drei, höchstens vier Wochen im Regal. Er lässt sich übrigens auch als Nascherei mit zur Arbeit nehmen 😉

 

Solera-Kuchen

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Nein, ich habe meinen Ehemann nicht zu Kuchen verarbeite, auch wenn ich er mein Süßer ist. Und es ist auch kein Sherry Solera1847 drin.

Statt dessen ist der Kuchen der Versuch, einen Geschmack, den mein Schatz seit seiner Kindheit schätzt, zu reproduzieren: Rotweinkuchen nach Art der ehemaligen Nachbarin.

Nun habe ich die alte Freundin der Familie nicht nach dem Rezept gefragt, sondern einfach eines unserer Backbücher gezückt und mal gesucht. Laut Solera ist der Kuchen sehr lecker, obwohl ich nach wie vor nicht sicher bin, ob er so schmeckt wie der Kuchen aus Kindertagen. Alles in allem bin ich aber mit dem Ergebnis zufrieden.

Man braucht

  • 250g Butter
  • 250g Zucker
  • Vanillezucker
  • Salz
  • 4 Eier
  • 1TL Zimt
  • 2 EL Rum
  • 250g Mehl
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 3 EL Kakao
  • 125ml Rotwein
  • 100g abgezogene und gehakte Mandeln
  • 150g Raspelschokolade

Wie man dem Rezept ansieht handelt es sich um einen normalen Rührkuchen. Bei 160°C braucht der Kuchen (nicht vorgeheizt) 70 Minuten.

Die Mandeln zu bearbeiten hat etwas genervt. Beim nächsten Mal lagere ich diesen Arbeitsschritt an den Abend vorher aus. Leider hatte ich nur Vollmilchschokolade zum Raspeln da, mit Zartbitter schmeckt der Kuchen sicher noch etwas anders.

 

 

Tetrapacks 7 – Plätzchenform

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Mein kleines Töchterchen fand mein Salzgebäck diesmal besonders zum Anbeißen, forderte dann aber von mir, doch einmal einen „gaaaaanz großen Hasen“ zu backen. Da ich natürlich die anderen Kids nicht benachteiligen kann, mussten auf jeden Fall drei Hasen her. Und weil ich im „Freihandschnitzen“ eine echte Niete bin, musste eine Form her. Man hätte jetzt natürlich losziehen und eine Monsterhasenform in einem Haushaltswarenladen erjagen können. Dabei hätte man aber auch leer ausgehen können, mangels Form oder gar mangels Laden. Und selbst bei erfolgreicher Jagd wäre die Trophäe dann auf ewig Teil des Hausstandes gewesen. Meine Förmchenkiste quillt auch so schon über.

Die Lösung bot der gute alte Tetrapack. Hase entworfen, aufgezeichnet, ausgeschnitten und schon war eine abwaschbare (!) Hasenform entstanden. Die musste dann nur auf den Teig gelegt werden und schon konnten drei richtig große Hasen fabriziert werden. Die Form kann nun platzsparend aufbewart oder im gelben Sack entsorgt werden.