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Familie

Sonntag – Ruhetag!?!

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Wer Lust hat, sich durch den Sonntag einer Familienmanagerin zu lesen, ist hier richtig. Alle anderen sollten ab eingetragener Stelle einfach an den Schluss springen.

101.

Diese Zahl stand am Sonntagmorgen am Icon meiner App „Things“. Das ist meine To-Do-Liste.

Toll.

Wie ließ sich das schaffen?

(Hier springen oder an beliebiger Stelle bevor es langweilig wird)

Ernsthaft der Frage widmete ich mich weit nach der Frühstücks-Latte-Macchiato.

Als erstes konnten Punkte, die doppelt auftauchten, weil ich in den Tagen zuvor schlampig war, eliminiert werden.

Stand danach: 95.

Dann entdeckte ich, dass ich „Adventskranz binden“ vergessen hatte. Zum Mittagessen sollte der aber auf dem Tisch stehen. „Deko anbringen“ fehlte auch. Verdammt. Also Stand: 97.

Anschließend nahm ich mir Punkte vor, die ich schon die letzten Tage erledigt hatte oder die sich von selbst erledigt hatten, ich aber das Abhaken vergessen hatte. Stand: 88.

Bereits vor öffnen der App hatte ich weitere drei Punkte erledigt: Blogeintrag schreiben, Badspiegel putzen, Klobrille im Bad grob abwischen. 85.

Dann ging es an die Punkte, die nicht all zu viel Zeit brauchten: Handtücher wechseln, Wasserkocher entkalken, Taschengeld (2x) auszahlen, Weihnachtskarten bestellen, Weihnachtskalender bestellen, erstes Mal lüften und noch irgendwas.

Stand: 77.

Dann widmete ich mich tatsächlich dem Adventskranz und der rudimentären Deko (was bei uns traditionell sein muss). 75

Ö

Ich entdeckte den überquellenden Biomülleimer. 76. Mist.

Uh, der stank ja schon – 75.

Zwei Nachrichten verschickt. 73.

Noch zwei doppelte To-Do-Punkte entdeckt. Noch 71 Punkte.

Ich sortierte die Wäsche. Immer noch 71 Punkte, zu „Wäsche“ gehört nämlich auch Aufhängen, Abhängen, Zusammenlegen, Wegräumen. Grrrr. Die Laune sank.

Punsch? Nein, Alkohol war zu dieser Zeit noch nicht erlaubt! Also Salbeitee mit Honig.

Immer noch 71.

Aber der Ehemann saugte während des Tees Wohnküche und Windfang. Ha! 70! Sehr gut!

Zimmerpflanzen inspiziert, 69.

Klos und Waschbecken in Toilette und Bad einigermaßen gesäubert. 65.

Mittlerweile war es 12.50 Uhr. Kein To-Do-Punkt meiner Liste: Mittagessen. Solera zauberte mir fünf Mini-Pfannkuchen mit Chilibohnen und Zwiebeln. Anschließend noch je einer mit Fruchtgelee, Ahornsirup und Schoko-Nuss-Aufstrich. Hmmmmm!

Einige Fotos gelöscht. 64.

Dann stellte ich fest, dass das Brot aufgebraucht war. 65. Hmpf!

Erste Maschine Wäsche mit Solera aufgehängt und fertige Wäsche weggeräumt. Immer noch 65.

Ein paar alte Socken entsorgt. 64. Puh.

An einem Klimmzug gescheitert, eine Minute Planke gehalten, zwei Kindern die Fingernägel geschnitten, ein Kind an die Zahnspange erinnert. Noch 59 Punkte.

Fünf Liegestütze geschummelt. Familienspaziergang absolviert. Beim Üben der einen Tochter assistiert und schier ausgeflippt, weil anscheinend Geigennoten der anderen Tochter als Malpapier verwendet wurden und verschwunden sind. Noten neu ausgedruckt, mit Fingersätzen versehen, bunt markiert. Ganz miese Laune. 56 Punkte.

Statt nur das Schreiben abzuheften musste noch ein Widerspruch an eine Lebensversicherung fertig gemacht werden. Trotzdem nur noch 55 Punkte.

Kind unter die Dusche geschickt, diesem die Fingernägel geschnitten, das nächste Kind unter die Dusche geschickt. Gehört, dass das große Kind Gitarre geübt hat. Stand: 51.

Dem kuscheligen kleinen Kind musste, wie jede Woche, noch der Kopf auf Anzeichen für Lausbefall untersucht werden. Seit einmal die ganze Familie befallen war, mache ich da keine Kompromisse mehr und beim kleinsten Verdacht auf Nissen, wird mit Spülung nach Läusen gesucht. Aber zum Glück föhnte ich einen sauberen Kopf. 50.

Kleines Kind 10 Minuten vorlesen lassen bzw. große Schwester zum Überwachen verpflichtet und Unterschrift im Lesepass geleistet. 49.

Die Schultasche des kleinen Kindes ausgeräumt und in Ordnung gebracht. Selbst Klavier für das Weihnachtskonzert geübt und mit dem kleinen Kind ein Weihnachtslied und das Stück für Opas Geburtstag geübt. 46.

Die Schultasche des großen Kindes kontrolliert und einen Koller bekommen. 45.

Bei der Schultasche des mittleren Kindes ratlos zurück geblieben. Ich schwätze offensichtlich an die Wand. 44.

Zwischendurch habe ich noch irgendwann das Adventspaket der Oma für die Kinder ausgepackt, den Brief zum Postkasten gebracht und das Akkordeon des Nachbarskindes geholt, dass ich am nächsten Tag vor 7 Uhr in die Schule bringen muss. Der Ehemann hängte die nächste Wäsche auf und ich steckte die nächste in die Maschine. Da war es nur noch eine (Wäsche).

Um 18 Uhr war ich sowas von reif für den Punsch. Das Brot ging in der Form. Die Kinder durften vor den Fernseher. Ich richtete mir schon mal meine Klamotten für den Montag her.

Der Punsch wirkte und die letzte Hemmung mir nach über zwanzig Jahren einen neuen Cellokasten zu gönnen fielen. Ich gab brutal viel Geld aus und gönnte mir das neue Teil. So kann ich es wenigstens noch bei der Steuer 2016 angeben.

Lüften zweiter Teil und das Brot ist im Ofen. 42.

Solera kochte uns eine feine Kürbissuppe zum Abendessen. Jammjamm!

Danach quälte ich mich durch das Online-Portal für Fortbildungen. Eine Tagung fand ich schnell und wohl auch die Anmeldung klappte, aber für einen anderen Bereich blieb die Suche erfolglos. Immerhin nur noch 41.

Das mittlere Kind fluoridierte seine Zähne ohne weitere Aufforderung. 40!

Bad gesaugt. 39.

Nächste Wäsche aus der Maschine geborgen, an Solera übergeben und die letzte Portion angestellt.

Das große Kind hat endlich auch die Zähne fluoridiert oder heißt es fluoriert? Ach egal – 38!

In Hof und Garten gab es heute nichts zu tun außer den Stern aufzustellen – Ätsch! 37.

Gespült hat Solera. Puh, sehr gut! 36.

Unterrichtsvorbereitung Klasse 7 Nachmittagsstunde: Als Belohnung für den Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt ein Video an Lebkuchen! 35.

Unterrichtsvorbereitung Klasse 7 Vormittagsstunde: Weihnachtslied aus Bolivien, Kadenz in Moll. Gesungen. 33

Unterrichtsvorbereitung Klasse 9 einstündig: Wiederholung von Intervallen und Motivverarbeitung an Westsidestory. Musik bewusst angehört. Stand 31

Und dann war es 21.30 Uhr und ich hatte einfach keine Lust mehr auf gar nichts. Ich packte noch meine Schultasche, fand dabei eine Tüte mit Süßigkeiten, die ich bei der Weihnachtsmarktaktion geschenkt bekommen hatte und beschloss zum gemütlichen Teil des Abends überzugehen.

Da ratterte im Keller die Waschmaschine. Verdammt. Die Wäsche musste noch aufgehängt werden. Und das tat ich dann auch.

Dann verschob ich noch einen To-Do-Punkt auf den nächsten Tag und zwei auf Ende der Woche, löschte drei Punkte, die ohnehin bald wieder auftauchen würden, beschloss, dass mein Orchester keiner zusätzlichen Vorbereitung bedürfte und dann verfiel ich in einen Verschieberausch und überlegte mir nur noch welche Tage der Woche sich für die unerledigten Punkte eigenen würden. Einiges würde Montagmorgen dann gleich in Rot aufploppen, aber für einen Tag war doch genug geschafft.

Endstand: 1. Und das ist das Projekt „Weihnachten 2017“, das sich logischerweise noch gar nicht abschließen lässt.

Ab hier ist es wieder ganz spannend:

Von den 101 Punkten –

Waren doppelt: 9

Waren ohnehin schon erledigt: 4

Habe ich dauerhaft unter den Tisch fallen lassen: 6

Wurden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben: 24

Kamen neu hinzu: 4

Ich habe an diesem Sonntag tatsächlich geschafft: 58

Blieben übrig: 1

Und was mit den restlichen 3 passiert ist, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Sie sind jedenfalls auch weg!

 

Bewegungsbilanz KW 41/42

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Werte Leser,

zunächst die Kurzfassung: Es könnte schlimmer sein. Fünf Mal Grün, zweimal Orange. Im Durchschnitt also jeden Tag mehr als 10.000 Schritte. Passt schon.

Und für diejenigen, die Lust und Zeit haben in meinen Alltag als Familienlogistikerin einzutauchen nun die Langfassung:

In Sachen Schwimmen bekomme ich den Fuß nicht recht auf den Boden – oder viel mehr ins Wasser. Zwar war ich Freitag mit den Kindern im Bad, aber die ersten fünfzehn Minuten war Smalltalk mit einer anderen Mutter.

Netzwerken ist echt zeitintensiv, aber erleichtert unter Umständen die Familienlogistik enorm, wenn man nicht jede Fahrt zu Musikschule oder Sportverein selbst machen muss, sondern Kinder mit anderen mitschicken kann und dafür dann im Gegenzug andere Kinder versorgt. Viele nützliche Infos bekommt man leider auch nur über die Tratscherei.

Also waren die unterhaltsamen fünfzehn Minuten sicher sehr sinnvoll investiert, aber fehlten auf dem Bewegungskonto. Dann übte ich dreißig Minuten mit der einen Tochter Beinschlag und dann dreißig mit der anderen Startsprünge. Da mittlerweile wohl anscheinend schrecklich viele Nichtschwimmer das Bad erstürmen, ist unser großes Schwimmerbecken jetzt nicht mehr nur mit Leine für die Vereine abgeteilt, sondern zumindest in dem Zeitfenster, in dem ich mit den Kindern dort bin, auch in einen Schwimmer und einen Nichtschwimmerbereich. Somit ist nur etwa ein Drittel des 25m Beckens zum „richtigen“ Schwimmen verfügbar. Dank der Aquajogger, kann man das aber faktisch ganz vergessen. Ich habe also auch gar keinen ernsthaften Versuch unternommen, meine Schwimmbilanz aufzubessern. Ich müsste wohl einen anderen Tag und eine andere Zeit wählen, aber das passt mit dem Stundenplan einfach nicht zusammen. Die Kinder haben ihre Sporteinheit aber wenigstens bekommen und meine Schrittzahl passte auch so.

Samstag hab ich den Schweinehund aus dem Bett geschmissen und auf dem Wochenmarkt verfrachtet. Sechs Kilo Kartoffeln hätte ich mit dem normalem Rad nie und nimmer die zweieinhalb Kilometer den Berg hochgestrampelt, aber mit dem E-Bike war das natürlich kein Thema.

In diesem Zusammenhang habe ich eine sehr schicke Website entdeckt, wo man Höhenmeter und Koordinaten von beliebigen Orten ermitteln kann.

Hundertsechzehn Höhenmeter hören sich erstmal gar nicht so viel an, aber aus reiner Muskelkraft überwinden die sich doch nicht so nebenbei. Der Familienspaziergang wurde nicht allseits mit Begeisterung aufgenommen, also durften unsere Mädchen weiter auf dem Hof spielen und wir schnappten uns unseren Sohn und gingen mit ihm alleine eine schöne Runde.

Sonntag war das Wetter bärig und ein Lauf passte vor das Mittagessen. Der Familienspaziergang danach fand auch unter blauem Himmel statt. Später durften wir noch die Strebe eines Drachen auf einer Wiese suchen, der dann aber zum Glück auch wieder abheben konnte, auch wenn die Sucherei noch ein dummes Nachspiel hatte, das ich aber an dieser Stelle verschweige, da es wirklich sehr privat ist.

Zur Arbeit hin geht es erst hundertdreißig Höhenmeter bergab, zurück aber natürlich bergauf. Ohne „E“ habe ich in den letzten vier Jahren vielleicht ein halbes Dutzend Mal auf der Strecke in die Pedale getreten. Diese Woche immerhin Montag und Mittwoch. Am Dienstag fuhr ich das zweite Mal in diesem Schuljahr mit dem Auto, weil es reichlich nass war. Sohnemann warf vor Begeisterung die Arme in die Luft, denn obwohl er mit dem Bus fahren musste, durfte morgens die Gitarre mit mir mit und nachmittags dann der Schulranzen. Etwas weniger Schlepperrei für den Sohn, trockene Kleidung für mich, denn auch wenn ich eine wasserdichte Jacke und von Solera geerbte Neoprenüberzieher für die Schuhe habe, fehlt mir noch eine Regenhose. Mittwoch wurde eine alte von Solera getestet, die aber nach der Hinfahrt im Mülleimer landete. Nach der ersten Unterrichtsstunde war ich zum Glück schon wieder trocken. Am Nachmittag konnte ich nicht viel aufs Bewegungskonto schaufeln, da Mamataxi angesagt war:

  • mittleres Kind von der Musikschule abholen, wo es den Vormittag als Probeschüler für neue Bewerber verbracht hat,
  • mittleres Kind zum Chinesisch fahren (bitte, bitte an dieser Stelle nicht zu sehr mit den Augen rollen, es war die Idee des Kindes, das mit seiner – chinesischen! – Freundin eine Geheimsprache haben möchte),
  • kleines Kind zum Geigen in die Musikschule fahren,
  • dort dem Unterricht beiwohnen,
  • kleines Kind nach Hause fahren,
  • mittlere Kind vom Chinesisch holen,
  • zur Musikschule bringen,
  • dem Geigenunterricht beiwohnen.

Oh Gott, an dieser Stelle kann ich wohl den Stempel bildungsbürgerliche Helikoptermutter nicht mehr verweigern. Zu einem fundierten Urteil über mich/uns, lade ich an dieser Stelle aber trotzdem nicht ein 😀

Die Fahrten mit dem großen Kind zum Karate und zurück hat dann Solera übernommen. 😉

Nachdem der Lauf am Montag kurz ausgefallen war, strich ich den am Donnerstag ganz, denn irgendwas hat meinen Hals angefallen. Folglich war die Schrittbilanz mittags noch nicht so super. Alle bisherigen Schrittbilanzen habe ich übrigens immer um die Mittagszeit geknipst. Schaut man sich aber die von heute bisher an, sieht man, dass ich doch noch ein paar Schritte dazu packen konnte:

  • 35 Büchereibücher überall im Haus zusammensuchen,
  • mit den Mädels in die Bücherei gehen (während Solera den Sohn zu Allergologe und Kieferorthopäde begleiten durfte),
  • Gutschein für Kindergeburtstag besorgen,
  • Buchläden nach Ratgeber zu Wellensittich abklappern (ein Händler stieg tief in sein Lager und förderte ein Exemplar für 2€ zutage), denn die Kinder wollen unbedingt Haustiere und sollen sich vorher sehr gut informieren,
  • dem kleinen Kind ordentliche Winterschuhe verpassen (Schit, die Dinger blinken, der Kelch ist also doch nicht an uns vorüber gegangen)
  • den Kids nacheinander im Spielzeugladen beistehen, damit sie ihr Taschengeld so ausgeben, dass sie möglichst lange Spaß dran haben.

Heute ist bisher noch „Rot“ angesagt, da ich hauptsächlich in der Küche stand um Soleras Geburtagskuchen zu backen und der Hals ist nicht besser geworden. Aber gleich geht es los, das kleine Kind zu Fuß von der Schule abholen. Damit schaffe ich dann immerhin schon Orange.

So, tapfere Leser, die ihr euch durchgekämpft habt: Kommt gut ins Wochenende, haltet euch Viren und Bakterien vom Leib und entschuldigt, dass ich grade wenig lese, kommentiere und like, es ist offensichtlich reichlich los bei mir.

2016: 1273 km gelaufen, 14,3 km geschwommen, 382 km mit dem E-Bike, aktuell 57 kg

 

Der neue Boden

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Gestern noch grundiert.

 

Heute gegossen. Montag wird versiegelt.

Arztbesuch des Familienmitglieds hat noch keine Entwarnung gegeben, aber einiges konnte zum Glück schon ausgeschlossen werden. Montag Facharztbesuch. Wenn jemand Däumchen zum Drücken frei hat, nehmen wir die gerne.

 

Respekt!

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Schon vor längerer Zeit bat mich meine Tochter (7) mit mir laufengehen zu dürfen. Weil sie meist in der Schule war oder ich am Wochenende mit meinem Mann unterwegs, hatte es sich nicht ergeben. Heute allerdings war der Lauf fest vereinbart.

Zunächst wärmt ich mich mit gemütlichen 5 Kilometern auf – nein im Ernst, ich lief meine kurze Runde einfach schon mal, weil ich nicht wusste, wie lange die Kleine in der Hitze durchhält. Ja, und dann schaffte die Maus mit drei kleinen Trinkpausen eben jene 5 Kilometer in (reine Laufzeit) 40 Minuten. Ich habe sie zu nichts überreden müssen und bin super stolz auf meine Tochter!

 

 

Doch keine 50

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Das mit dem Knacken der Fünfzigkilometermarke hat leider heute nicht geklappt. Fest vorgenommen war es. Wegen eines Wolkenbruchs ins Hallenbad verlegt war das Vorhaben auch. Schwimmtasche war gepackt.

Und dann kotzte das Kind ins Bett.

Damit hatte es sich erledigt. Ich kann ja das kranke Kind nicht sich selbst überlassen. Das einzig Positive an der Sache ist, dass wir jetzt zumindest wissen, dass das Kind sich wohl einen ganz normalen Infekt geholt hat und nicht der Hitze oder gar was Ernsterem wegen gestern mit Schwindel, Schüttelfrost, erhöhtem Puls und Blässe von der Schule geholt werden musste und fiebrig den Rest des Tages auf dem Sofa lag. Das Fieber war heute morgen weg. Deshalb dachte ich, ich könnte meinen Sport machen. Aber wenn das Kind spuckt, soll es nicht allein sein.

Ich ärgere mich nur, dass ich nicht um 5.30 Uhr statt des Schwimmens Laufen war. Da war ich nämlich schon wach und das Wasser noch hoch in den Wolken.

Krank melden muss ich mich heute dann mal wieder ganz schulverträglich nicht, denn die einzige Klasse, die ich hätte, ist im Schullandheim. Ein freier Tag diese Woche zusätzlich wäre natürlich schon schön gewesen, da ich nächste Woche statt 40% mal wieder 110% ran darf. Aber wer sonst vormittags recht, nachmittags frei, ständig Ferien und sein Hobby zum Beruf gemacht hat, der sollte dankbar sein, dass er überhaupt bezahlt wird und die Zeit mit dem (kotzenden) Kind als Privatvergnügen während der Arbeitszeit genießen.

 

fast zu spät

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Da hatte ich mir gestern zurechtgelegt, dass ich heute auf jeden Fall um 5 Uhr loslaufen würde, weil es sonst viel zu warm würde. 15 km sollten es sein.

Und dann kam aber was kommen musste: Die Jüngste hatte in der Nacht einen Albtraum, kam in mein Bett, was mir zunächst den Schlaf raubte, mich dann gar zum Umzug in das Bett des Kindes bewegte (das ich beim Vater zurückließ) und letztlich dazu führte, dass ich den Wecker meines Mannes nicht hörte und erst aufwachte, als ich eigentlich schon fast von meinem Lauf zurück sein wollte. Mist!

Leider konnte ich dann auch nicht gleich los, weil das übliche Morgenprogramm einer Mutter – Frühstück machen, Pausenbrote schmieren, Outfitwahl der Kinder überwachen, Sonnencreme auftragen, Haare der Mädchen flechten, Sonnenkappen suchen, Standpauke abhalten, weil der Älteste das Lernen für einen Test verpennt hat usw. – anstand. Und dann musste auch schon die Jüngste in den Kindergarten gebracht werden.

Es war dann leider 8 Uhr, als ich endlich zum Lauf startete. Noch eine halbe Stunde später und das Desaster wäre perfekt gewesen. Aber auch so war mir nach dem ersten Kilometer schon zu heiß. So war heute die Zeit absolut grottig (gerade noch so unter 6 Min./km) und nach 12,5 km konnte ich mich zu keinem weiteren Schritt mehr motivieren. Hmpfdgrmpfdbmpfdhmpf!

Nachdem drei meiner Schülerinnen ein Pflichtvorspiel bis zum letzten Termin hinausgeschoben hatten um mir dann gestern zu eröffnen, dass die eine stimmlich indisponiert sei, die andere ja schlecht ohne die eine das Duo präsentieren könne und die dritte von dem Termin überhaupt nichts gewusst haben wollte, habe ich die Damen nun für morgen 7.30 Uhr in der Schule einbestellt. 8.30 ist für sie Abfahrt ins Schullandheim. Letzte Chance – die sollten sie nicht verpennen!

Für mich hat das aber den Vorteil, dass ich mir für morgen auf jeden Fall einen eigenen Wecker stelle, bestimmt pünktlich sein werde und – da die Schülerinnen ja anschließend weg fahren – statt zu unterrichten dann Schwimmen gehen kann bevor die Massen einfallen und man im Freibad totgetreten wird.