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Hashimoto

Teilentspannung

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Nachdem mein Mann sein Schulkonzert am Dienstag erfolgreich gemeistert hat, war ich gestern dran. Es war ein brutal anstrengender Tag.

Aufgrund der vorherigen Termindichte hatte ich es nicht geschafft, Material für meine Schüler vorzubereiten, mit dem sie sich beschäftigen hätten sollen, während ich die letzten Proben leiteten würde. Also ging es morgens kurz nach 5 Uhr erst mal noch an den Computer. Aus dem Laufen wurde deshalb nichts, aber ich wäre eh viel zu schlapp gewesen. Pünktlich zum Schmieren der Pausenbrote (bzw. Einpacken der Pizzareste vom Dienstag) war ich mit der Unterrichtsvorbereitung dann doch fertig. Kinder wurden mit Frühstück versehen, ich selbst bekam einen Kaffee (nur halbes Ritual aus Zeitmangel) und ebenfalls ein Vesperpaket. Dann musste das Auto zum Instrumententransport umgebaut und das Kind im Kindergarten abgeliefert werden.

Kurz vor 8 schaffte ich es in die Schule. Dort wurde das am Vortag von mir bereitgestellte Equipment eingeladen (Synthesizer mit Verstärker, E-Piano mit Verstärker, Conga, Bongo, Bassdrum, Snare, Becken, diverse Kabel…) und die Autos der Kollegen mit Podesten, Notenständern, Scheinwerfen und derlei Späßen bestückt. Es wurde flott das Postfach im Lehrerzimmer gecheckt, das Material für den Unterricht vervielfältigt, der richtigen Schülerin zur Verteilung in die Hand gedrückt und dann düste ich schon mit dem Auto in die Kirche.

Dort räumten wir (zwei Kollegen, der Hausmeister und ich) natürlich die Autos aus, bauten Podeste auf, holten Stühle von der Empore, richteten die Instrumente her und dergleichen mehr. Für mein Ensemble stand pünktlich 9.40 Uhr alles bereit. Nachdem dieser Punkt letztes Jahr furchtbar chaotisch abgelaufen war, konnte ich an dieser Stelle also schon mal tief durchatmen, was ich auch tat.

Die Probe war sehr konzentriert, wenn auch kräftezehrend. Kaum war sie vorbei, flitzte ich schon wieder in die Schule und überprüfte die Arbeitsergebnisse meiner Schüler. Sie hatten wirklich gute Ergebnisse erzielt.

Dann nahm ich mir Zeit zu Essen, was gleich eine Kollegin auf den Plan rief: „Na, wer sich sowas leckeres zubereiten kann, der kann noch nicht im Totalstress sein!“ Zugegeben, der Milchreisrest vom Freitag, mit Walnüssen, filetierten Orangen und Vanillezucker hätte fast auf den Deserteller eines Restaurants gepasst, aber diese Streicheleinheit für Magen und Seele, war bitter nötig, denn schon ging es weiter.

Ab an den Flügel: Begleitung für Chor und Orchester noch mal durcharbeiten!

Dann fuhr ich wieder in die Kirche und wohnte als Pianistin/Cembalistin den Proben der Kollegen bei. 13.50 Uhr ging es endlich nach Hause.

Nach dem obligatorischen Autoumbau (ohne Kindersitze geht es halt nicht) wurden Geigen, Musikschulpicknick und heute mal ausnahmsweise der Ehemann eingepackt und der Nachwuchs im Kinderzentrum abgeholt. Der sichtlich vom eigenen Konzert erschöpfte Mann bespaßte die Kinder, während ich mit der Geigenlehrerin schnell eine Aufnahme für die Jugend-musiziert-Vorbereitung eines anderen Kindes einspielte. Dann wohnte ich natürlich brav dem Unterricht meiner Töchter bei, begleitete und notierte.

Wieder Zuhause gab es für mich noch einen Kaffee und in Ermangelung jeglichen Brotes eine Dose Linsen – jaaaaa, ich weiß, Fertigfutter, aber immerhin waren die nur in Wasser und ich peppte sie mit Salzgemüse auf.

Und dann mussten Mann und Kinder auch schon mit allen nötigen Utensilien zur Weihnachtsfeier in die Grundschule gefahren werden, das Auto wieder umgebaut und ich in Schale geworfen werden.

18.20 Uhr: letztes Stühle rücken in der Kirche, Instrumente stimmen. Alle Schüler waren pünktlich im vereinbarten Dresscode da. Zweite sehr große Erleichterung an diesem Tag.

Die eigentlich Aufführung meines Ensembles lief leider nicht ganz so gut wie erhofft, war aber auch nicht so schlimm wie befürchtet. Meine Begleitung war in anderen Konzerten auch schon besser gewesen, aber ich hatte diesmal einfach keine Zeit intensiv zu Üben gehabt.

Nach dem Konzert folgte der Abbau, 21.24 Uhr schickte ich meinem Mann die Nachricht, dass ich fertig wäre.

Ich schlief nach dem Vernichten einer guten halben Schachtel Milka Pralinés auf dem Sofa ein.

Heute Morgen las ich als erstes die e-Mail vom Chef: Über 2000€ Spendeneinnahmen für ein Projekt in BurkinaFaso und das Konto unserer Fachschaft! Ich hatte nur einen kleinen Anteil an diesem Erfolg, aber es tat trotzdem sehr gut, das zu lesen.

So und nun ist vermutlich tatsächlich der schlimmste Tag für dieses Jahr schon rum. Ich könnte auf der Stelle wieder einschlafen vor lauter Entspannung.

Ach ja, ich hatte ja noch Zahlen versprochen. Die gibt es nicht konkret, das ist mir zu exibitionistisch, aber ich sage so viel: Die Schilddrüsenwerte sind wieder Erwarten alle super, aber die Eisenmangelanämie ist wieder da. Alle Werte hierzu sind deutlich unter dem Normbereich. Das erklärt die Schlappheit, die Hautprobleme und den Haarausfall. Also Schluck ich halt wieder zwei Tablettchen statt einer am Tag. Kontrolle in drei Monaten. Cholesterin wie immer über Norm, aber LDL in der Norm. Aussage vom Arzt zum Lebenswandel: „Weiter so!“ Ok, wird gemacht!

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Zahlen

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Statt Silvester zur Bilanzierung abzuwarten, einfach mal ein paar krumme Zahlen am 345ten Tag des Jahres 2015:

149 Läufe absolviert

Strecke: 1487,7 km

Gesamtdauer: 146:13:20

68 km geschwommen

Passt alles!

Monatliches Durchschnittsgewicht seit Dez. '14 leider +1,2 kg. Ärgerlich, denn es sind nicht nur Muskeln (ein bisschen aber hoffentlich schon). Mir kommt es fast so vor, als hinge der überzählige Speck nur am Bauch unterhalb des Nabels.

Aber ich habe aktuell auch deutliche Unterfunktionssymtome wie Schlappheit, Karpaltunnelsyndrom nachts, Nackenschmerzen, Ohrgeräusch, Haarausfall, deutlichere Stimmungsschwankungen als sonst, Verdauungsbeschwerden, trockene Haut. Gewichtszunahme wäre hier auch nennbar, vorallem, da ich mich beim Süßkram sehr zurückhalte, obwohl der einen ja grade wirklich überall anschreit. Nach den Schubsymptomen im Oktober ist es also nicht unwahrscheinlich, dass das Euthyrox zu niedrig dosiert ist. Und so war ich heute beim Blutabzapfen (wir hatten viel Spaß beim Suchspiel „Wer findet eine Vene?“) und krieg nächsten Donnerstag die Ergebnisse. Dann gibt es neue Zahlen.

 

Unentschieden!

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Nachdem Herr Schweinehund sich einen mächtigen Verbündeten gesucht hat, nämlich Mister Stress, wurde es ein schwieriger Monat. Mister Stress fuhr harte Geschütze auf: Termindruck, Sorgen und Ängste. So schaffte er es, Frau Hashimoto zu einer Allianz zu bewegen. Sie kam mit schmerzenden Beinen und verdammt schlechter Laune daher.

Und trotzdem hab ich nicht die weiße Fahne geschwenkt, sondern mir mit einem abschließenden Lauf auch im Oktober Respekt verschafft und einen Waffenstillstand ausgehandelt. Es war also der schlechteste Laufmonat für dieses Jahr, aber gerade so dreistellige Kilometer und ganz ordentliche Zeiten.

Wo ich das so lese, brauche ich mich bei meiner martialischem Sprache im Übrigen nicht zu wundern, wenn mein 9jähriger im Aufsatz ne Drei bekommt, weil er in der Naturgeschichte den Baum vom Panzer totschießen lässt….

Heute: 15,1 km (ø 6'05″)

Oktober: 100,8 km (ø 5'48″/km), 6,5 km geschwommen

2015: 1358,8 km gelaufen (ø 5'52″/km), 64,5 km geschwommen

 

 

Schwere Beine

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Heute war es ein mühsamer Lauf. Allerdings gab der Blick auf die Waage einen Hinweis, woran es liegen könnte. Ernährungstechnisch hab ich mich die letzten Tage leider gar nicht beherrschen können. Ich knüpfe mal lieber wieder an die Routinen aus der Fastenzeit an, sonst wird das nix mit der Bikinifigur.

Vorhin war ich dann noch beim Blutabnehmen. Symptome der Hashimoto hab ich grad kaum, sollte also alles im Rahmen sein, aber morgen weiß ich mehr.

2015: 52 Läufe, 512,4 km, 29 km geschwommen.