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Schule

Lohn der Arbeit?

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Gestern war es wieder soweit: Das alljährliche vorweihnachtliche Konzert des Gymnasiums, an dem ich arbeite, fand statt.

Ich leite das Orchester der Klassen 6 und 7, das heißt die Kinder sind zwischen 11 und 13 Jahren alt. In wöchentlich einer Schulstunde (=45 Minuten) saßen da, nachdem sie Tische beiseite- und Stühle und Notenständer hergeschafft haben, ihr Instrument und ihre Noten ausgepackt und gestimmt haben, 27 Schülerinnen und Schüler in folgender Besetzung seit Beginn des Schuljahres vor mir:

  • 1 Querflöte
  • 3 Klarinetten
  • 6 Trompeten
  • 1 Horn
  • 2 Posaunen
  • 1 Akkordeon
  • 2 Schlagzeuger
  • 6 Gitarristen (akustisch)
  • 1 Geige
  • 1 Cello
  • 1 E-Bass
  • 2 Klavierspieler

Da ich mich nicht im Stande sah, für diese kuriose Besetzung ein fertiges Arrangement zu verwenden, habe ich mal wieder ein Stück selbst geschrieben. Einige der Schüler spielen schon ganz passabel, aber obwohl wir eine Schule mit Musikschwerpunkt sind, sind keine Stars, denen alles zufliegt, im Ensemble. Im Gegenteil haben manche echte Probleme beim Notenlesen.

Ich habe also mein Möglichstes getan, ein Stück zu schreiben, das möglichst vielen gerecht wird, so dass sie zeigen können, was in ihnen steckt und möglichst niemand merkt, wieviel sie noch nicht können. Um ehrlich zu sein, saß ich im Laufe des Kompositionsprozesses tatsächlich mal weinend an meinem Schreibtisch, weil es mir so schwer fiel, ein schönes Stück zu schreiben. Das fing schon bei der Tonart an. Die gleiche Melodie, die auf einer Trompete problemlos für einen Anfänger funktioniert, ist für einen Geigenanfänger unspielbar.

Nach wirklich hartem Ringen ist ein etwa sechsminütiges Stück herausgekommen, zu dem mir dann nicht mal mehr ein Titel einfallen wollte. Im Geheimen hatte ich es in der verzweifeltsten Stunde „Drecksmistmüll“ genannt, aber das ließ sich absolut nicht ins Programmheft schreiben. Für die Schüler wäre so ein Titel letztlich ja auch nicht motivierend gewesen. Also beschloss ich darauf zu bestehen, dass mein kleines Orchester das Konzert eröffnen dürfte und gab dem Stück den Namen „Ouvertüre“.

Die Probenarbeit war hart, denn obwohl viele sehr willige Geister ihre Instrumente bedienten, waren auch einige sehr (vor-)pubertierende Jungs unter den Spielern, die jede Gelegenheit nutzten, Blödsinn zu machen. Von den 45 Minuten jede Woche blieben nach Aufbau, Stimmen und Abzug alles Ermahnungen zu Ruhe und Konzentration effektiv höchstens 20 Minuten in denen wirklich musiziert werden konnte. Bis zuletzt war ich mir nicht sicher, ob wir überhaupt auftreten würden können, weil sich alles noch so furchtbar schief anhörte und die Spieler permanent ihre Einsätze verpassten.

Aber was soll ich sagen? Die Kinder haben ihre Sache sehr gut gemacht! Natürlich war nicht jeder Akkord sauber und das Tempo schwankte auch ein bisschen, aber neben all den schiefen und kratzigen Tönen, war wirkliche echte Musik zu hören!

Was schon am Abend einen faden Beigeschmack hinterließ, war der zögerliche Applaus, mit dem das Publikum das Eröffnungsstück des Abends bedachte. Die Schülerinnen und Schüler haben wirklich gegeben, was sie konnten und dafür hätten sie auch ein paar Bravorufe verdient gehabt!

Aber für das Publikum waren die folgenden Ensembles viel beeindruckender. Die Chöre der Klassen 5 sowie 6/7 sang insgesamt 9 Stücke, schön begleitet von diversen älteren Schülern oder Lehrern. Der Schulchor der älteren Schüler sang wunderschöne weihnachtliche Literatur. Das Streichorchester (ab Klasse 8) gab einen Sinfoniesatz, sowie Teile eines Konzertes für zwei Solocelli zum Besten. Und zuletzt trat der preisgekrönte Kammerchor mit insgesamt sieben Stücken auf.

Wen wundert es da, dass am Ende des Konzerts, mein Orchester schon wieder vergessen war? „Ach komm, das stimmt doch nicht“ – würden die Kollegen zu mir sagen? Wirklich? Tja, die Lokalpresse hat es nicht für nötig gehalten, mein Ensemble zu erwähnen. Zwar ist zunächst noch die Rede von Orchestern und einer Ouvertüre, aber aus Sicht des Journalisten fing das Konzert erst mit dem Chor an.

Bin ich jetzt gekränkt, weil zwar die Namen meiner Kollegen, aber meiner nicht erwähnt wurden? Ja, bin ich tatsächlich.

Aber ehrlich gesagt hätte ich keine Zeile darüber verloren, wenn nicht etwas anderes viel schlimmer wäre: Wie fühlt sich jetzt ein Schüler/eine Schülerin, der/die seit Anfang des Schuljahres, also drei Monate lang, jede Woche gekämpft hat, Töne zu treffen, idiotische Kommentare von Mitspielern zu ignorieren, Einsätze nicht zu verpassen und dem all das im Konzert nichts mehr ausgemacht hat und er statt dessen mit 26 anderen zusammen echte Musik gemacht hat? Und dann liest er in der Zeitung, wie toll der Chor seiner Mitschüler war und sein eigenes Stück findet er im Artikel nicht, obwohl sonst alle Ensembles erwähnt sind. Ja, wie fühlt der sich? Und mit welcher Einstellung geht er an die Vorbereitung des nächsten Konzerts? Stürzt er sich voll Freude rein, weil es sich so gelohnt hat? Oder denkt er vielleicht „Es interessiert sowieso keinen, was wir da machen!“?

Ich werde jedenfalls meinen Schülerinnen und Schülern nach den Weihnachtsferien eine kleine Belohnung mitbringen und ihnen neue Stücke schreiben. Ich bin stolz auf die Leistung, die sie gebracht haben. Sie haben so viel gelernt, solche Fortschritte gemacht!

Aber ich glaube, ich werde mir etwas einfallen lassen, so dass das Publikum nicht wieder mit Applaus spart und auch der schludrigste Lokaljournalist das Ensemble nicht zu erwähnen vergisst, denn das haben die Jungs und Mädels verdient!

Arrangement geschafft!

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Fenster auf, Rolladen fast runter, damit es bei der Wärme unterm Dach erträglich bleibt.

Seit Wochen quälte ich mich mit dem Arrangement des diesjährigen Musicals herum. Zuerst konnte ich mich gar nicht überwinden überhaupt dran zu gehen und nach den ersten beiden Stücken, die mir überhaupt keinen Spaß machten, fand ich wieder ständig Gründe für einen Aufschub. Klassenarbeiten, Italienaustausch…

Ich wusste allerdings, dass es mich wahnsinnig machen würde, wenn ich die nächste unterrichtsfreie Zeit (=Pfingstferien) noch mit dem Arrangement verbringen würde. Zudem sollten die Schüler ihre Noten vorher erhalten, um genug Zeit zum Üben zu haben. Also setzte ich mir den heutigen Tag, 9.20 Uhr (große Pause) als Deadline. Da sollte die Notenausgabe stattfinden. Bis dahin musste alles fertig sein.

Der Himmelfahrtstag wurde durch einen Brückentag von vielen für einen Kurzurlaub genutzt. Da ich Donnerstag und Freitag ohnehin unterrichtsfrei habe, war das für mich einen Mogelpackung, denn die an diesen Tagen anstehenden Arbeiten außerhalb der Schule lösen sich ja nicht in Luft auf und zusätzlich sind die Kinder nicht in der Schule, sondern fordern Aufmerksamkeit. Allerdings wollte es die glückliche Fügung, dass eines unserer Kinder mit den anderen Ministranten für die vier Tage auf eine Hütte ging. Das jüngste Kind hatte sich zwei halbtägige Verabredungen besorgt und das übrige Kind hatte zwar Verabredungen, die sich leider zerschlugen, aber dieses Kind ist ohnehin nur mit Mühe zu überreden, sein Zimmer auch mal zu verlassen.

Also zwang ich mich gnadenlos alle Hausarbeit zu ignorieren:

„Nein, nicht auf den Fußboden gucken. Da sind keine Krümel und auch keine Haare!“

„Es ist noch gewaschene Wäsche da – wirklich!“

„Liebster süßer Ehemann, koch uns bitte was!“ (Es schmeckte wie immer vorzüglich!)

„Ich kann noch durchs Wohnzimmer laufen. Es ist noch Platz zwischen Spielzeug, Sportsachen und Schultaschen!“

Auf das Laufen verzichtete ich dagegen nicht! Die Hockerei machte mich halb irre, da brauchte es den Auslauf!

Schatzkästchen mit Nervennahrung!

So schaffte ich in vier Tagen sechs Stücke. Die kürzeren sparte ich für den Schluss auf und schaffte dann Montag nach der Schule tatsächlich zwei und die letzten beiden dann gestern. 17 Uhr war dann der letzte Ton gesetzt.

Alle Stücke mit Gesang mussten nach oben transponiert werden.

Leider war die Arbeit dann noch nicht vorbei. Aus den zwölf Einzelstücken musste eine Gesamtpartitur erstellt werden und daraus wiederum die Einzelstimmen für die Instrumentalisten extrahiert werden. Ein Bier half gegen den Hunger, aber kurz vor 23 Uhr ging nichts mehr. Also verlegte ich die restliche Arbeit auf den frühen Morgen. 6.15 Uhr war die letzte Stimme als PDF gespeichert.

Hach, da wäre ich lieber zum Joggen gegangen.

Dann versorgte ich die Kinder und als die auf dem Weg zur Schule waren, schrieb ich noch eiligst den Probenplan.

In der Schule klappte dann das Ausdrucken und der Broschürendruck perfekt, andernfalls hätte ich die Deadline auch nicht halten können. Tatsächlich lief noch eine letzte Stimme durch den Drucker, als die ersten Schüler zur Abholung bereit standen.

Ausgedruckte Stimmen. Und in dem dicken Stapel ist die 90 seitiges Partitur nicht mit drin.

Partitur digital - ich bin so dankbar, dass ich das nicht alles mit der Hand schreiben musste!

Fertiges Orchestermaterial, das von Schülern heute nicht abgeholt wurde - hmpf!

Es ist wirklich geschafft!

Und das heißt, ich habe echte Ferien! Ich habe nur zwei Arbeiten zu korrigieren. Es bleibt also Zeit auszuschlafen, im Garten zu werkeln und wir können mit den Kindern Ausflüge machen! Das ist soooooooo schön!

 

Und wieder ein Musical geschafft

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Ich arbeite an einem Gymnasium mit Musikprofil, was bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 bis 7 Musik dreistündig erteilt bekommen können und eine Musik-AG (Chor oder Orchester) besuchen. Ab Klasse 8 kann statt einer dritten Fremdsprache oder Naturwissenschaft-und-Technik Musik als vierstündiges Fach gewählt werden. Der Besuch einer AG ist auch dann obligatorisch.

Seit etwa 10 Jahren stellt ein Kollege jedes Jahr ein Musical auf die Beine. Meist stehen dabei die Kinder der Unterstufe im Mittelpunkt. Sie können sich als Solisten, Chorsänger oder Schauspieler bewähren.

Mittlerweile im dritten Jahr bin auch ich mit von der Partie. Als Leiterin des Unterstufenorchesters versuche ich die jungen Instrumentalisten in die Produktion einzubinden und die Musiker der höheren Klassen gezielt zu engagieren. Das ist mir mal mehr, mal weniger gut gelungen.

Dieses Jahr blieb es bis zum Schluss spannend.

Wie programmiert man einen Synthesizer, wenn man das noch nie gemacht hat, deshalb mit der Terminologie dieser Tätigkeit nicht vertraut ist, das DIN A4 Handbuch zwar vier Zentimeter dick, aber nur auf Englisch ist?

Noch zehn Tage vor der ersten Aufführung drohte eine wichtige Spielerin abzuspringen und einige „Küken“ brauchten auch in der Generalprobe noch einen Aufpasser, damit sie halbwegs zur rechten Zeit die rechten Töne spielten.

Ärgerlich dabei war für mich, dass einige der Kids das Musizieren nicht als Privileg (vor meiner Zeit durften die „kleinen“ Instrumentalisten nicht mitwirken) ansahen, sondern als lästige Pflicht. Die Arrangements so zu schreiben, dass sie für wenig weit fortgeschrittene Instrumentalisten zu bewältigen sind, war sehr viel Arbeit und machte ehrlich gesagt dieses Jahr keinen Spaß. Trotz meiner Vorarbeit muss aber jeder Spieler seinen Part auch üben, was manche aber offensichtlich nicht für nötig hielten. Meine Lehre habe ich daraus gezogen und werde die „Kleinen“ in Zukunft nur auf freiwilliger Basis einbinden, zur Not mit einem Probespiel. Wer seine Töne einfach nicht trifft, kann dann halt nicht mitmachen.

Höchst problematisch war für mich auch die Koordination des gesamten Musicalorchesters, da ich wegen meiner Teilzeittätigkeit nur zweieinhalb Tage die Woche in der Schule anwesend war und wenige Schüler selbst unterrichtet habe. Die Kommunikation von Probenterminen und die rechtzeitige Übergabe des Notenmaterials lief in einigen Fällen reichlich schief. Nächtliche Eltern-Mails waren die Folge – sehr unerfreulich.

Den letzten Nerv raubten mir dann nachdem die Hauptproben angelaufen waren, die permanenten Ausfälle verschiedener Schüler: „Da hab ich Gitarrenunterricht, da muss ich früher gehen“, „Ich hab einen Arzttermin“, „Ich hab den Bus verpasst“, „Da hab ich einen Gig“ – um nur eine Auswahl zu nennen.

Ein Orchester mit über 40 Mann muss gemeinsam proben! Es gibt viele Absprachen, die während dieser Proben getroffen werden. Jeder muss die Abläufe genau kennen und wissen wann er laut und leise spielen muss. Er muss die Zeichen des Dirigenten kennen und umgehend auf diese reagieren können. Es sind viele, viele Kleinigkeiten, die aber notwendig sind, damit eine Musicalaufführung gelingen kann. Wenn ständig Spieler fehlen, braucht man viel mehr Zeit bis alles sitzt. Und diese Zeit haben wir einfach nicht. Jedes Jahr von Neuem gibt es schon im Vorfeld Kritik wegen des Unterrichtsausfalls von Eltern, Kollegen, Schulleitung. Also versucht man mit einem Minimum an Probenzeit auszukommen um künftige Produktionen zu sichern.

Nun trotz aller Ärgernisse und Unsicherheiten ist die Produktion von „Schach 2.0“ von Andreas Schmittberger gelungen. Kollegen und Schüler haben letztlich wieder Unglaubliches geleistet und das Publikum dankte mit donnerndem Applaus.

Und ich bin einfach nur froh, dass es geschafft ist.

 

Kompromisskomponieren

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Wie schon an andere Stellen erwähnt, leite ich ein Schulorchester. Es besteht aus Jungs und Mädels aus den Klassen 6 und 7.

Die aktuelle Besetzung ist wie folgt, wobei einige Kinder auf zwei Instrumenten eingesetzt werden wollen:

  • Querflöte 1/Piccolo
  • Querflöte 2
  • Querflöte 3
  • Saxophon 1
  • Saxophon 2
  • Saxophon 3/Perkussion
  • Horn/Klavier 1
  • Klavier 2 oder Keyboard/ Altblockflöte
  • Klavier 3
  • Klavier 4 oder Keyboard /Schlagzeug 1
  • Schlagzeug 2/ Perkussion
  • Schlagzeug 3/ Marimba
  • akustische Gitarre 1
  • akustische Gitarre 2
  • akustische Gitarre 3/ E-Gitarre
  • Geige 1
  • Geige 2
  • Violoncello.
  • Aus der 5. Klasse sind noch eine Klarinette, eine Trompete und zwei Posaunen dabei.

Die Fähigkeiten der Schüler sind sehr, sehr unterschiedlich. Da gibt es diejenigen, die das Notenblatt hingelegt bekommen und es nach dem zweiten Durchlauf drauf haben und die, mit denen ich jedes Mal aufs neue den ersten Ton auf dem Instrument erst suchen muss, damit zumindest der halbwegs stimmt.

Aus diesen Informationen lässt sich leicht ableiten, dass Standardwerke nicht in Frage kommen. Es gibt Arrangements mit variablen Stimmen zu kaufen, wo es schwerere und leichtere Parts in allen möglichen Stimmungen gibt und die meisten Kollegen greifen dankbar darauf zurück, denn sie funktionieren meist ganz gut.

Mich reizt es allerdings mehr eigene kleine Stücke zu schreiben. Ich versuche die unterschiedlichen Fähigkeiten so zu berücksichtigen, dass keiner zu sehr unterfordert wird und dass es aber auch noch halbwegs gut klingt. Die verschiedenen Klangfarben der Instrumente sollen im Lauf der Stücke immer wieder in Szene gesetzt werden. In Konflikt gerate ich mit mir selbst immer dann, wenn ich eine gute musikalische Idee habe, die die Schüler an ihre Grenzen bringt oder eigentlich darüber hinaus geht. Was heraus kommt ist also stets ein Kompromiss zwischen dem was ich eigentlich möchte und dem was meine Spieler können.

Die Aufnahme, die am Ende einer Probenphase entstand, hört sich ziemlich schräg an. Intonation – also das genaue Treffen der richtigen Töne ist mitunter doch sehr, sehr schwer. Aber ich gebe dabei noch einmal zu bedenken, dass die Kinder zwischen 10 und 12 Jahre alt sind, und einige erst seit etwa eineinhalb Jahren auf ihrem Instrument Unterricht haben. Leider standen uns aus logistischen Gründen auch keine Mikrofone zur Verfügung, so dass das Klangbild nicht ausgewogen ist.

Und hier nun der Link.

 

Lauf 13 – lustlos

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Also heute wäre ich um ein Haar im Bett geblieben und hätte die Laufschuhe stehenlassen. Kalt, glatt – bäh!

Die ewig verrutschenden Spikes.

Aber auf Unterrichtsvorbereitung hatte ich noch weniger Lust. Also trabte ich gegen 5.30 Uhr dann doch los und überlegte mir beim Kreisen im Wohngebiet, womit ich meine Schülerlein heute quälen könnte.

Ganz so war es natürlich nicht – es galt eine letzte Woche gehaltene und schön brav korrigierte Klassenarbeit heraus zu geben und zu besprechen, sowie eine Freiarbeit vom Montag nachzubesprechen. Der Rest der Doppelstunde war dann schnell mit Organisationsfragen zum Musicalbesuch und Aufgaben aus einem Buch zum Thema gefüllt.

Und ich war dann froh, den Schweinehund doch überwunden zu haben, denn statt zu laufen am Rechner zu brüten und alles aufzunotieren, was letztlich auch so funktioniert hat, wäre verschwendete Zeit gewesen.

Nach dem Unterricht hatte ich schon wieder keine Lust auf gar nichts und wäre beinahe gleich nach Hause gefahren. Aber wieder musste mein Tierlein einstecken und ich war brav auf dem Wochenmarkt, für die Kids beim Metzger, in der Bibliothek und im Stoffladen.

Zuhause angekommen, war die Lustlosigkeit immer noch da. Gut, dass das Essen schon fertig im Kühlschrank stand. Salatteller.

2016: 118 km, ø 5,92 km pro Tag 😉

 

Teilentspannung

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Nachdem mein Mann sein Schulkonzert am Dienstag erfolgreich gemeistert hat, war ich gestern dran. Es war ein brutal anstrengender Tag.

Aufgrund der vorherigen Termindichte hatte ich es nicht geschafft, Material für meine Schüler vorzubereiten, mit dem sie sich beschäftigen hätten sollen, während ich die letzten Proben leiteten würde. Also ging es morgens kurz nach 5 Uhr erst mal noch an den Computer. Aus dem Laufen wurde deshalb nichts, aber ich wäre eh viel zu schlapp gewesen. Pünktlich zum Schmieren der Pausenbrote (bzw. Einpacken der Pizzareste vom Dienstag) war ich mit der Unterrichtsvorbereitung dann doch fertig. Kinder wurden mit Frühstück versehen, ich selbst bekam einen Kaffee (nur halbes Ritual aus Zeitmangel) und ebenfalls ein Vesperpaket. Dann musste das Auto zum Instrumententransport umgebaut und das Kind im Kindergarten abgeliefert werden.

Kurz vor 8 schaffte ich es in die Schule. Dort wurde das am Vortag von mir bereitgestellte Equipment eingeladen (Synthesizer mit Verstärker, E-Piano mit Verstärker, Conga, Bongo, Bassdrum, Snare, Becken, diverse Kabel…) und die Autos der Kollegen mit Podesten, Notenständern, Scheinwerfen und derlei Späßen bestückt. Es wurde flott das Postfach im Lehrerzimmer gecheckt, das Material für den Unterricht vervielfältigt, der richtigen Schülerin zur Verteilung in die Hand gedrückt und dann düste ich schon mit dem Auto in die Kirche.

Dort räumten wir (zwei Kollegen, der Hausmeister und ich) natürlich die Autos aus, bauten Podeste auf, holten Stühle von der Empore, richteten die Instrumente her und dergleichen mehr. Für mein Ensemble stand pünktlich 9.40 Uhr alles bereit. Nachdem dieser Punkt letztes Jahr furchtbar chaotisch abgelaufen war, konnte ich an dieser Stelle also schon mal tief durchatmen, was ich auch tat.

Die Probe war sehr konzentriert, wenn auch kräftezehrend. Kaum war sie vorbei, flitzte ich schon wieder in die Schule und überprüfte die Arbeitsergebnisse meiner Schüler. Sie hatten wirklich gute Ergebnisse erzielt.

Dann nahm ich mir Zeit zu Essen, was gleich eine Kollegin auf den Plan rief: „Na, wer sich sowas leckeres zubereiten kann, der kann noch nicht im Totalstress sein!“ Zugegeben, der Milchreisrest vom Freitag, mit Walnüssen, filetierten Orangen und Vanillezucker hätte fast auf den Deserteller eines Restaurants gepasst, aber diese Streicheleinheit für Magen und Seele, war bitter nötig, denn schon ging es weiter.

Ab an den Flügel: Begleitung für Chor und Orchester noch mal durcharbeiten!

Dann fuhr ich wieder in die Kirche und wohnte als Pianistin/Cembalistin den Proben der Kollegen bei. 13.50 Uhr ging es endlich nach Hause.

Nach dem obligatorischen Autoumbau (ohne Kindersitze geht es halt nicht) wurden Geigen, Musikschulpicknick und heute mal ausnahmsweise der Ehemann eingepackt und der Nachwuchs im Kinderzentrum abgeholt. Der sichtlich vom eigenen Konzert erschöpfte Mann bespaßte die Kinder, während ich mit der Geigenlehrerin schnell eine Aufnahme für die Jugend-musiziert-Vorbereitung eines anderen Kindes einspielte. Dann wohnte ich natürlich brav dem Unterricht meiner Töchter bei, begleitete und notierte.

Wieder Zuhause gab es für mich noch einen Kaffee und in Ermangelung jeglichen Brotes eine Dose Linsen – jaaaaa, ich weiß, Fertigfutter, aber immerhin waren die nur in Wasser und ich peppte sie mit Salzgemüse auf.

Und dann mussten Mann und Kinder auch schon mit allen nötigen Utensilien zur Weihnachtsfeier in die Grundschule gefahren werden, das Auto wieder umgebaut und ich in Schale geworfen werden.

18.20 Uhr: letztes Stühle rücken in der Kirche, Instrumente stimmen. Alle Schüler waren pünktlich im vereinbarten Dresscode da. Zweite sehr große Erleichterung an diesem Tag.

Die eigentlich Aufführung meines Ensembles lief leider nicht ganz so gut wie erhofft, war aber auch nicht so schlimm wie befürchtet. Meine Begleitung war in anderen Konzerten auch schon besser gewesen, aber ich hatte diesmal einfach keine Zeit intensiv zu Üben gehabt.

Nach dem Konzert folgte der Abbau, 21.24 Uhr schickte ich meinem Mann die Nachricht, dass ich fertig wäre.

Ich schlief nach dem Vernichten einer guten halben Schachtel Milka Pralinés auf dem Sofa ein.

Heute Morgen las ich als erstes die e-Mail vom Chef: Über 2000€ Spendeneinnahmen für ein Projekt in BurkinaFaso und das Konto unserer Fachschaft! Ich hatte nur einen kleinen Anteil an diesem Erfolg, aber es tat trotzdem sehr gut, das zu lesen.

So und nun ist vermutlich tatsächlich der schlimmste Tag für dieses Jahr schon rum. Ich könnte auf der Stelle wieder einschlafen vor lauter Entspannung.

Ach ja, ich hatte ja noch Zahlen versprochen. Die gibt es nicht konkret, das ist mir zu exibitionistisch, aber ich sage so viel: Die Schilddrüsenwerte sind wieder Erwarten alle super, aber die Eisenmangelanämie ist wieder da. Alle Werte hierzu sind deutlich unter dem Normbereich. Das erklärt die Schlappheit, die Hautprobleme und den Haarausfall. Also Schluck ich halt wieder zwei Tablettchen statt einer am Tag. Kontrolle in drei Monaten. Cholesterin wie immer über Norm, aber LDL in der Norm. Aussage vom Arzt zum Lebenswandel: „Weiter so!“ Ok, wird gemacht!

Motivationstief

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Ja, auch was das Laufen betrifft. Und schulisch und haushaltstechnisch…

Wegen diversen Terminen (Handwerker, Arztbesuche) musste in den letzen Wochen schon einiges an Lauferei ausfallen. Heute hab ich den Hausarzt dann mal wieder ratlos zurückgelassen und er muss jetzt erst noch HNO und Mikrobiologen um Rat fragen. Aber immerhin gibt er zu, dass er keine Ahnung hat.

Meine Schüler machen immer die gleichen Fehler und geben ihre Hausaufgaben auf indiskutablen Zetteln ab. Da macht die Korrektur Spaß! Denen kauf ich jetzt nach Ankündigung jeweils zwei Hefte und hoffe, dass sie die dann nicht verlieren, sondern brav ihre Aufgaben machen, während ich im anderen Heft korrigiere.

Und die neue Küche kommt erst am Donnerstag/Freitag. Überall noch Staub, nichts ist an seinem Platz. Ich komme mit Putzen und Aufräumen nicht hinterher, weil natürlich noch lauter Elternabende, Konferenzen, Vorspiele in der Musikschule und sonstige Fahrdienste für sie Kinder anstehen. Aber die Kids dürfen heute gleich mal Wäsche waschen, dann kriegen sie vielleicht ein besseres Gefühl für die Hausarbeit.

Ich hoffe, Freitagabend können wir mit Nachbars in der neuen Küche verspätet auf Mennes 40er anstoßen und wurschteln dann beschwingt und motivierter weiter.

Küche mit neuem Boden und im sichtbaren Bereich gestrichenen Wänden

 

Erinnerungsstück mit Verspätung

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Wie aus dem einen oder anderen Beitrag zu entnehmen war, bin ich Lehrerin und komme deshalb in den Genuss der vielbeneideten Sommerferien. Auch dieses Jahr, durfte ich mir wieder anhören, wie unverschämt es doch sei, dass wir ständig Urlaub hätten, wo andere Leute die richtige Arbeit machen. Ich versuche das immer an mir abprallen zu lassen, aber auch nach mehr als 10 Jahren im Geschäft fällt mir das nicht leicht. Aktuell ist es noch eine Woche, bis ich wieder in die Schule muss. Tatsächlich werde ich diese damit verbringen, meine Klassenlisten anzulegen, Unterricht vorzubereiten, zu Komponieren und Material zu sortieren. Aber das ist natürlich trotzdem Urlaub, ich weiß, habe ich doch mein Hobby zum Beruf gemacht, ansonsten vormittags recht und nachmittags frei. Es ist direkt unverschämt, dass ich bezahlt werde. Laut Ansicht eines meiner Nachbarn, sollte ich die Ferien lieber damit zubringen, Freizeitangebote für die Kinder anzubieten und zu betreuen.

Aber mal ganz ernsthaft und aus meiner Sicht: Jetzt, nach fünf Wochen ohne Schule, fühle ich mich endlich wieder in der Lage, motiviert meinen Schülerinnen und Schülern entgegenzutreten. Jetzt endlich habe ich wieder Lust, mich mit neuer Musik und komplexen musiktheoretischen und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen zu befassen. Jetzt freue ich mich darauf, wieder mit den Kollegen zusammen zu arbeiten. Jetzt habe ich den Haushalt soweit wieder durchforstet, dass ich mich in der Lage sehe, ein neues Schuljahr mit all den Terminen und Verpflichtungen logistisch zu meistern.

In diesem Zusammenhang habe ich mir auch unseren Keller vorgenommen und dabei etwas entdeckt, was seit nunmehr 5 Jahren sein Dasein in einer Pappkiste fristete. Vor die Wahl gestellt, das gute Stück zu entsorgen oder aufzuwerten, entschied ich mich für letzteres und verpasste dem Objekt einen Look, der zum Design unseres Schlafzimmers passt:

 

Nicht zu fassen, wie rund ich war! Und das Kind, das damals im Bauch war, besucht nun schon die Vorschule.

Aber das ist selbstverständlich auch wieder eine Steilvorlage für das Lehrerbashing: Für sowas hat ein nomaler Mensch natürlich keine Zeit. Und so viele Kinder kann sich auch nur ein Lehrer leisten 😉

 

Alte Software und neue Medien

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(vorweg: ich glaube ich habe beim Schreiben unterwegs etwas den Faden verloren und dafür zwei neue oder so aufgenommen. Man möge es mir verzeihen und evtl. durch einen Kommentar Kritik üben)

Klassiker: Schüler muss einen Vortrag halten. Entgegen meines Hinweises, dass ich KEINEN Wert auf eine Powerpointpräsentation lege, dass man auch etwas an die Tafel schreiben darf, hat der Schüler doch eine PPP vorbereitet und auf einem Stick abgespeichert.

Also Schrank aufschließen, Laptop rausholen, hochfahren (2-3 Minuten mit Schülerlogin und anmelden im Netzwerk). Derweil – falls der Schüler sein Passwort weiß – anderen Schrank aufschließen, Beamerfernbedienung entnehmen, Beamer anschmeißen, Leinwand runterfahren. Jalousien runterfahren. Audiokabel kontrollieren, Verstärker anschmeißen.

So und alle aufgeführten Möglichkeiten, was jetzt kommt, sind in den letzten Wochen in meinem Unterricht passiert :

1.  Kein Bild über Beamer, weil das Kabel abgefallen ist und sich der Rechner weigert über Beamer auszugeben, wenn das Kabel nicht schon vor dem Hochfahren dran war.

    • Lösung: natürlich Rechner neu starten

    2.  Datensalat, Stick kaputt

    • Lösung: Pech gehabt. Schüler muss Vortrag verschieben, meine Unterrichtsvorbereitung, die darauf fußen sollte ist hinüber.

    3.  Powerpointversion zu neu (Schule Stand 2003), deshalb nicht lesbar (das betrifft ungefähr jede zweite Präsentation, auch wenn man die Schüler immer wieder darauf hinweist)

    • Lösung: Ausloggen, mit meinem Acount anmelden, mir über die Schulmail die Datei auf mein iPhone schicken, mein iPhone dann mit meinem Adapter an den Beamer anschließen, PPP von meinem Gerät laufen lassen.

    4.  Präsentation zwar runterkonvertiert, aber damit das Layout zum Teufel gejagt

    • Lösung: Auf das bewerten der äußeren Form verzichten – Gerechtigkeit und Vergleichbarkeit lassen grüßen

    5.  Link funktioniert nicht, weil Seite für Schüler gesperrt ist

    • Lösung: Ausloggen und ich logge mich mit Lehrerzugang ein

    Das macht alles so richtig Spaß!

    Ganz ehrlich bin ich schon von den Vorbereitungen immer total genervt. Weil ich ja schon weiß, was alles passieren kann, bitte ich die Schüler immer, wenn sie schon eine PPP machen müssen, dann die mir doch vorher zu schicken, damit ich sie auf meinem IPad speichern kann, Youtubevideos zwischenspeichern kann etc. um weder vom lahmen Netzwerk noch vom noch langsamen Schulrechner abhängig sein zu müssen. Das Kompatibilitätsproblem von Versionen ist so in der Regel nicht vorhanden, denn ich halte meine Standardsoftware immer auf neuestem Stand.

    (Aber es ist nicht so, dass die Schüler das Angebot mehrheitlich dankbar annehmen würden. Nein, sie sind nur völlig aufgelöst, wenn es dann in der Stunde nicht funktioniert.)

    Aber ich will jetzt wuch nicht zu viel an den Kindern rumkriteln. Sie müssen eben ganz Vieles noch lernen. Unter anderem damit zu leben, dass sie zwar selbst mit aktuellen Medien und neuester Software umgehen können, das aber noch lange nicht heißt, dass ihre Umgebung das auch kann. Schulen sind in aller Regel leider immer nur ganz kurz auf neuestem Stand um dann für die nächsten 10 Jahre hoffnungslos hinterher zu hinken. Als Lehrerin, die ihre Unterrichtsvorbereitung nicht nur auf dem iPad macht, sondern das selbe im Unterricht auch umfassend einsetzt (Musik und Videos abspielen, Bildmaterial zeigen, Noten setzen und abspielen, Sequenzing, statt Tafelanschrieb Notizen per Stylus etc.) ist man tatsächlich ein Exot. So neumodisch! Und dabei benutze ich den ganzen Kram wirklich nicht zum Selbstzweck, sondern weil es praktisch ist. 5x die CD wechseln oder einfach die Playlist abspielen? Drei Folien auflegen oder weiterwischen? Leinwand hoch und runter für Tafelanschrieb und Quellen oder einfach die App wechseln? Aber dank des antiquierten Equipments, können unsere Schüler mit ihrer Versiertheit auf neuesten Geräten gar nicht glänzen und wir können ihnen nicht wirklich viel Nutzbringendes in der Richtung beibringen.

    Oh, und gleich noch ein Thema: Wehe man erwartet, dass Kollegen auf Mails antworten. Nein, also täglich werden die natürlich nicht abgerufen. Das macht man nur am Wochenende. Ok, damit tue ich jetzt einem größeren Teil des Kollegiums unrecht. Viele rufen ihre Mails ab. Aber einige – auch in Leitungsfunktionen – halt leider nicht. Die schreiben weiter brav Zettel und legen sie einem im Lehrerzimmer auf den Platz, wo sie der nächste Luftzug runterweht oder man sie dann zu spät findet, weil man halt einen freien Tag hatte. Schüler dagegen kann man par Mail gut und schnell erreichen 😉

    Und warum ich das heute schreibe, wo ich doch aktuell gar nicht im regulären Schulbetrieb stecke, sondern an einer Schulaufführung herumbastle?

    Für ein Familientreffen sollte ich eine Exceltabelle zur Anmeldung ausfüllen. Hab ich brav gemacht und auch als Excel zurück geschickt. Ja, nur der gute Verwandte arbeitet halt auch noch mit der 2003er Version und kann die neuere nicht lesen. Und vermutlich kommt er sich total fortschrittlich vor, weil er sich keine Zettel hat ausfüllen lassen, sondern eine Datei zuschicken. DA wäre mir dann der Zettel lieber gewesen. Denn so musste ich jetzt extra in die Schule fahren, denn natürlich braucht er die Datei noch heute, dort den zum Gähnen lahmen Rechner anwerfen und dann die Datei ausfüllen. Denn leider hat es sich jetzt mal nicht ausgezahlt auf dem neuesten Stand zu sein. Ich konnte nicht so weit runter konvertieren. Aber da hatte es mal Einen Vorteil, dass die Schule noch XP hat.

    Letztlich aber ganz ehrlich: Entweder halte ich mein Arbeitsgerät ordentlich in Schuss und nutze es oder ich lasse es lieber ganz. Dann weiß das Gegenüber wenigstens woran es ist.

    Und so sehe ich es auch für den Unterricht. Entweder wir bekommen in Schulen hauptamtliche Systemadministratoren und neueste Hard- und Software und setzen das Zeug dann auch ordentlich ein oder wir lassen es lieber ganz. Ich finde es wunderbar, wenn ein Schüler von sorgfältig vorbereiteten Zettelchen abspickt, ein Buch herumreicht und dann auf seinem Instrument was vorspielt. Wie man einen strukturierten, abwechslungreichen Vortrag hält, lernt er so genauso gut, als wenn er das per PowerPoint vorbereitet. Und Onlineformulare bleiben Formulare – die hasse ich so oder so 😉