Archiv der Kategorie: Simplify

Ich kann auch unordentlich!

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Die letzten Jahre:

Dieses Jahr:

Alle Versuche mit den Weihnachtsvorbereitungen rechtzeitig zu beginnen scheiterten dieses Jahr. Der Plan war gut, aber es war einfach zu viel, was noch oben drauf kam. Und so sprang ich über meinen Schatten und verhunzte das Schwarz-Weiß-Gebäck bei vollem Bewusstsein. Nein, stimmt gar nicht, bei etwa 0,6 Glühwein-Promille.

 

Der Zettelsammler

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Vor etwas über einem Jahr bekamen wir eine neue Küche – der Werte Leser mag sich erinnern. Der Platz, an dem vorher eine Pinnwand war, wird jetzt von Kühlschrank und Backofen vereinnahmt. Ein alternativer Platz für die Pinnwand hat sich nicht ergeben.

Dazu kam, dass mich die Pinnwand ohnehin immer gestört hat. Ein unordentliches Etwas, an dem man im entscheidenden Moment nichts findet oder von dem einem dann beim Suchen auch noch alles nicht Benötigte entgegenfällt.

Aber Tatsache ist, dass man immer irgendwelche Zettel bekommt, die nicht sofort zur dauerhaften Ablage geeignet sind bzw. sich zeitnah erledigen. Wohin also damit?

Meine Lösung ist ganz simpel: Es gibt nun einen einzelnen Ordner, der griffbereit in der Küche steht. Dort gibt es ein umfangreiches Register, so dass man nicht lange nach Benötigtem suchen muss. Terminsachen werden vor dem Einheften in den digitalen Familienkalender eingetragen, falls nötig mit Erinnerung. So vergisst man nichts, und kann zum entsprechenden Zeitpunkt gezielt nachschlagen.

Ein Beispiel: Die mittlere Tochter bringt eine Einladung zum Elternabend mit.

  • Ich fülle die Rückmeldung aus und
  • stecke sie dem Kind gleich wieder in die Postmappe in die Büchertasche.
  • Auf der Einladung notiere ich kurz, ob ich hingehe und
  • trage den Termin in den Familienkalender (iPhone) ein.
  • Dann kommt das Papier unter „2. Schule mittleres Kind“ in den Ordner.
  • Ist der Elternabend da, habe ich die Tagesordnung schnell parat
  • und anschließend kann der Zettel dann in den Müll oder
  • in den entsprechenden Ordner zur dauerhaften Ablage, falls es entsprechende Infos gab und ich die während des Elternabends dort notiert habe.

 

 

Tetrapacks 7 – Plätzchenform

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Mein kleines Töchterchen fand mein Salzgebäck diesmal besonders zum Anbeißen, forderte dann aber von mir, doch einmal einen „gaaaaanz großen Hasen“ zu backen. Da ich natürlich die anderen Kids nicht benachteiligen kann, mussten auf jeden Fall drei Hasen her. Und weil ich im „Freihandschnitzen“ eine echte Niete bin, musste eine Form her. Man hätte jetzt natürlich losziehen und eine Monsterhasenform in einem Haushaltswarenladen erjagen können. Dabei hätte man aber auch leer ausgehen können, mangels Form oder gar mangels Laden. Und selbst bei erfolgreicher Jagd wäre die Trophäe dann auf ewig Teil des Hausstandes gewesen. Meine Förmchenkiste quillt auch so schon über.

Die Lösung bot der gute alte Tetrapack. Hase entworfen, aufgezeichnet, ausgeschnitten und schon war eine abwaschbare (!) Hasenform entstanden. Die musste dann nur auf den Teig gelegt werden und schon konnten drei richtig große Hasen fabriziert werden. Die Form kann nun platzsparend aufbewart oder im gelben Sack entsorgt werden.

 

Gläserrücken

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Nein, ich veranstalte keine spiritistische Sitzungen! Aber in Kürze steht ein großes Familienfest an: Die Feier anlässlich der Erstkommunion meines mittleren Kindes. Da wir reichlich Klein- und Kindergartenkinder mit Spiel- und Bewegungsdrang unter die Gäste zählen dürfen, wird die Feierlichkeit bei uns zuhause stattfinden, wo die Freiheiten nicht zu sehr eingeschränkt werden müssen und die Aufsicht auf gewohntes Terrain beschränkt ist. 29 Personen insgesamt sind dabei allerdings schon eine Hausnummer. Da wir versuchen unseren Hausstand nur mit dem Notwendigen und nicht mit Equipment für alle Eventualitäten auszustatten, haben wir gerade so genug Geschirr, Besteck und Gläser, dass es für alle reicht. Damit nicht ständig Gläser gespült werden müssen, ist es von Vorteil, wenn jeder sein Glas wiedererkennt und mehrfach benutzt. Es gibt ja viele Varianten Gläser zu markieren wie beispielsweise kleine Klämmerchen oder mit dem guten alten Edding. Ich habe für dieses Jahr mal die Version „Haushaltsgummi“ gewählt. Bei vier verschiedenen Farben kann man immerhin 16 Gläser (Stochastik für Anfänger) eindeutig markieren – so viele von einer Sorte habe ich gar nicht 😉 – so dass sich jeder nur Form des Glases und Farbe seiner „Ringerle“ (oder die Abwesenheit der selben) merken muss.

 

 

Ausmisten mit List(e)

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An anderer Stelle habe ich mich über meine tägliche To-Do-Liste schon geäußert, die ich mittels App manage. Ein täglich wiederkehrender Punkt ist „Fotos sichten“.

Im Laufe der Jahre habe ich in gewissem Umfang den Überblick über meine digitalen Bilder verloren. Das lag an wechselnden Speicherplätzen und immer wieder neuen Geräten. Diese Unordnung ärgerte mich stets sehr. Aber über 6000 Bilder sichten ist eine Mamutaufgabe, die man nicht mal eben so am Stück erledigen kann. Also rief ich mir die gute alte Beppo-Straßenkehrer-Taktik in Erinnerung (Besenstrich für Besenstrich und nicht an die ganze Straße denken) legte den „Fotos sichten“ an und legte in kleinen Portionen los. Mal sortierte ich nur 10-20 Bilder, mal ging es leicht von der Hand und hunderte konnten einfach gelöscht werden, weil sie doppelt vorhanden oder einfach schlecht waren. Ich ging dabei chronologisch vor und machte mir nur immer kleine Notizen bis wohin ich schon sortiert hatte.

Und so hat es nun keine Ewigkeit, sondern nur etwa einen Monat gedauert und ich habe den Fotowust von ca. 6100 auf unter 4000 reduziert und sogar teilweise schon in Alben sortiert. Wobei ich letzterem Punkt gar keine so große Priorität zuweise, denn solange alles chronologisch auffindbar ist, komme ich beim Suchen prima zurecht.

Mit meinen Dateien bin ich auch sehr gut weiter gekommen, habe schon Altlasten meiner letzten Arbeitsstelle komplett beseitigt und bin mitten im Material, das ich in der Ausbildung gesammelt habe. So manche Unterrichtsvorbereitung der letzten Wochen konnte so um „neues“ – also vielmehr lange vergessenes – Material bereichert werden.

Meine To-Do-Liste über“listet“ also täglich meinen Schweinehund, der nur den ganzen Berg Arbeit sehen will und nicht die vielen kleinen Arbeiten, die sich doch schnell erledigen lassen. Natürlich will ich am Ende des Tages möglichst viele Punkte abgehakt haben. Und das schaffe ich auch, wenn ich die Latte nicht so hoch hänge. Ein Foto gelöscht – Aufgabe erfüllt! Eine Datei in den richtigen Ordner geschoben – Punkt „Dateien sortieren“ abgehakt! Und ganz oft bleibt es dann eben nicht dabei, und ein gutes Gefühl macht sich breit, richtig was geschafft zu haben, selbst wenn eigentlich immer noch ein Berg vor mir liegt.

Things und Ausmisten

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Ich hatte ja an derer Stelle schon mal über die Apps geschrieben, die ich so für die „Führung meines Familienunternehmens“ verwende.

„Things“ ist dabei unverzichtbar geworden. Habe ich mir früher die To-Do-Listen auf Zetteln jeden Tag neu geschrieben, so habe ich jetzt nur noch die App für solche Zwecke. Sie sychronisiert sich auch wunderbar zwischen iPad, iPhone und Mac.

Seit einiger Zeit habe ich mir wiederkehrende Einnerungen angelegt. Die wiederholen sich dann beispielsweise wöchentlich wie „Taschengeld ausgeben“. Wenn ich das dann mangels Kleingeld nicht mache und folglich auch nicht abhake, dann taucht eine Woche später eine zweite Erinnerung auf. Ich weiß also genau, ich schulde den armen Kindern schon zweimal Kohle.

Die andere Taktik ist, sich Aufgaben anzulegen, die zu einer festgelegten Zeit erledigt werden müssen. Die tauchen dann zum entsprechenden Zeitpunkt in Rot auf – ein deutliches Signal, dass das nun wichtig ist und Vorrang hat. Essentiell ist da zum Beispiel „Kondenzmilch für die Kaffeeecke im Lehrerzimmer kaufen“. Wenn die leer ist, ist die Stimmung in der Arbeit schlecht 😉

Und dann gibt es noch die Aufgaben, die je nach Festlegung eine Woche oder auch einen Tag nach dem Abhaken wieder auftauchen. „Keller saugen“ pingt mich beispielsweise zwei Wochen nachdem ich es erledigt habe wieder an. So stresse ich mich nicht bei jedem Krümel, der hinunterfällt, aber sorge einigermaßen regelmäßig für eine Grundsauberkeit. Und wenn ich es ein paar Tage lang schiebe, macht das ja auch nichts. Die Liste wird so nicht länger, aber halt erst mal auch nicht leerer. Ich weiß, da ist was zu tun. Das heißt gewissermaßen: Mach es, sobald es reinpasst!

Im Moment – und ich denke auch zukünftig – nutze ich Things dazu, den Haushalt auszumisten. Jeder kennt das: Egal wie man es anstellt, die Dinge, die sich in einem Haus befinden werden mehr und mehr. Nun hat unser Haus 135 Quadratmeter Wohnfläche (nominell, unter der Schräge gibt es noch Platz und vollunterkellert ist es auch). Bei fünf Personen ist das komfortabel, aber auch kein Palast. Um den Überblick nicht zu verlieren – und das ist mein ständiges Ziel – muss da ausgemistet werden.

Um nur mal ein Stichwort zu nennen: Kinderkleidung. Manchmal schaut man nicht so schnell, wie die Kids da wieder rausgewachsen sind. Bei den Mädels wandern sie dann erst mal von der Großen zur Kleinen, aber dann sind sie definitiv überflüssig. Also müssen die Klamotten besehen werden und eine Entscheidung fallen ob Mülltonne (Löcher, Flecken), Kleidersammlung (nur verwaschen oder unmodisch) oder Weitergabe an Nichten oder Nachbarsmädels. Verkaufen tue ich nichts. Das lohnt sich bei den wenigen Teilen, die überhaupt in Frage kommen einfach nicht. Meine Töchter bekommen nämlich in aller Regel ohnehin nur gebrauchte Kleidung (bekomme ich teilweise ungefragt oder von lieben Nachbarn angeboten). Mein Sohn trägt sein Zeug meist auch so lange, bis es hinüber ist, weil ich immer reichlich groß kaufe. Anonsten bekommen auch das die Neffen. Aufgehoben wird ebenfalls nichts. Ich habe zwar eine Freundin, die ihre Tochter in ihre alten Klamotten steckt (also dreißig Jahr altes Zeug) aber das will ich meinen Enkelkindern nicht mal entfernt zumuten. Anders verhält es sich nur bei einigen wenigen sehr süßen Babysachen, die wir zur Erinnerung aufgehoben haben.

Also bei den Kinderkleidern mus man echt dran bleiben. Denn so Kleiderschränke quellen ganz flott über. Da klingelt es und es gibt eine neue Kiste Mädelsklamotten – prima! – nur wohin damit?

So und jetzt komme ich zu Things. Eine Aufgabe, die ich angelegt habe, taucht immer genau einen Tag nach Abhaken auf: Ausmisten!

Jeden Tag versuche ich mich also so dazu zu zwingen, zumindest ein Teil bewusst in die Hand zu nehmen und zu entscheiden ob es bleiben darf, umsortiert wird oder weg kommt. Bei 365 Tagen im Jahr sind das immerhin 365 Teile. Und wenn ich in Aufräumlaune bin, bleibt es ja dann nicht bei dem einem, sondern das Teil neben dran wird auch gleich noch einer kritischen Prüfung unterzogen und das daneben auch. Wenn ich aber absolut keine Lust habe, dann habe ich eben doch ein Teil überprüft.

Ein Schritt weiter ist, dann „ein Teil aus dem Haus“. Das versuche ich gerade. Und halte es auch schon eine Weile durch. Wenn nun neue Anschaffungen oder Geschenke ins Haus kommen, so muss ich an der einen oder anderen Stelle schon mal nicht erst Platz schaffen, sondern der Platz ist einfach da. Und das betrifft ja nicht nur die Klamotten, sondern alle Bereiche des Haushalts.

Am Computer bin ich da übrigens auch schon riesige Schritte weiter gekommen. Die privaten Dateien sind schon verschlankt und bei den Fotos bin ich immerhin schon im August 2008 angekommen. Nur die Schulsachen, da ist noch sehr Chaos. Aber heute habe wieder brav einige Protokolle von Konferenzen gelöscht, die schon mehr als drei Jahre zurück liegen und von der alten Arbeitsstelle stammen.

Tabula rasa

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Seit Wochen, wenn nicht Monaten stand ein Punkt auf meiner To-do-Liste, den ich von Tag zu Tag einfach weiter schob: „MacBook Dateien sichern“.

Vor etwa zwei Jahren kehrte ich nach langer Notebook-Nutzung wieder zum großen Rechner zurück. Das hatte einen ganz praktischen Grund: Für das Komponieren und Arrangieren ist der große Bildschirm einfach komfortabler. Da ich diese Tätigkeiten in den letzten Jahren immer mehr ausgebaut habe, war das geeignete Arbeitsgerät nur ein konsequenter Schritt. Mein MacBook war allerdings damals schon zu alt, um es noch verkaufen zu können, zumal der Akku leider hinüber ist. Die Idee war, das MacBook den Kindern zur Verfügung zu stellen, damit diese Tippen lernen, Mails schreiben können und auch erste Internetrecherchen durchführen können. Dem Großen habe ich auch gleich ein Benutzerkonto angelegt, aber ganz aus der Hand wollte ich es bisher nicht geben. Es blieb in meinem Arbeitszimmer und wirklich genutzt hat Sohnemann es nicht, sondern sich lieber mein iPad geschnappt.

Nun kommt Sohnemann aber bereits in die vierte Klasse. Unser erklärtes Ziel ist es, dass er Tippen kann, bis er an die weiterführende Schule kommt. Sowohl mein Mann, als auch ich können mit zehn Fingern schreiben und schätzen dies ungemein. Am iPad kann er das allerdings nicht lernen.

Es gibt ein wirklich nettes Angebot im Netz, wo Kindern auf spielerische Weise das Tippen beigebracht wird. Das soll Sohnemann jetzt wahrnehmen. Und als Belohnung darf er den Rechner dann (mit Kindersicherung, 30 Minuten pro Tag, 1 Stunde am Wochenende) in seinem Zimmer haben.

So, dazu wollte ich aber endlich die letzten alten Daten vom MacBook gesichert haben. Das, was immer gebraucht wird, habe ich natürlich sofort nachdem der neue Mac da war, kopiert. Aber da lagen noch viele Datei-Leichen herum, von denen mir nicht klar war, ob ich die noch rüber schieben soll oder nicht. Die Lust sich mit dem alten Zeug zu beschäftigen hielt sich in Grenzen, zumal dazu das MacBook ja auch immer erst angeworfen werden hätte müssen, während der schicke neue Rechner schon lief.

Ich prokrastinierte und prokrastinierte. Bis heute. Die sauberste Lösung wäre letztlich wohl gewesen, einfach das alte Zeug zu löschen und weg damit. Ganz so glatt habe ich es dann nicht hinbekommen. Mein Mac besitzt nun einen Ordner mit dem ganzen alten Krempel und die To-do-Liste wurde abgeändert in „MacBook-Datei archivieren/löschen“. Ich werde ab sofort jeden Tag mindestens eine Datei so archivieren, dass ich sie auch nutzen kann, sprich ich weiß, wo sie ist, oder sie eben löschen. Bei 18.000 Dateien wird das nur so ungefähr 50 Jahr dauern! Aber Spaß beiseite: Manchmal wird es sicher nur die eine Datei sein, aber an anderen Tagen mal ein ganzer Ordner. Erst heute Vormittag habe ich 600 Mails gelöscht. Und ich bin sicher, dass ich so keine 50 Jahre brauche 😉

Das alte MacBook aber ist schon jetzt leer – tabula rasa – und die Dateien sind da, wo ich auch arbeite.

So, und wie kam ich drauf, das nun so zu machen? Vor Jahren habe ich das Buch „Simplify Your Life“ gelesen und eine der Simplifyregeln ist: Oberflächen frei halten. Das ist natürlich erst einmal ganz praktisch im Sinne von Möbelstücken und Böden gemeint. Und da habe das auch schon lange umgesetzt. Der Küchentisch ist z.B. immer leer, wenn er nicht genutzt wird, Schuhe kommen so gut wir immer ins Regal…Und auch beim alljährlichen Schreibtisch-Großreinemachen fängt immer so an: Erst mal alles runter räumen – tabula rasa machen – und dann den Papierwust sortieren.

Einer der letzten Blogeinträge auf der Simplify-Seite beschäftigte sich dann genau damit. Ich musste ein bisschen schmunzeln, dass die Bloggerin diesen, aus meiner Sicht so grundlegenden, Tipp bezüglich ihres Esstisches erst jetzt versucht dauerhaft umzusetzen.

Aber dann packte ich mich an meiner eigenen Nase und stellte fest, dass es auch bei mir noch einige tabulae gibt, die so gar nicht rasae sind. Und mit dem MacBook ging es heute los. Morgen ist dann der Desktop am Mac dran 😉

 

Tetrapacks 4

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Das T-Shirt rollen und in Tetrapacks stecken funktioniert bei mir bis etwa Größe 116 problemlos. Darüber hinaus passen auch kurzärmlige Shirts meist noch gut, bei den langärmligen wird die Rolle jedoch dann meist zu dick.

Da wir für unsere Kinder keine Schränke sondern nur Regale mit quadratischen Fächern von einem bekannten schwedischen Möbelhaus haben, lagern wir die Kleidung in den dazu passenden Boxen. Um den Stauraum optimal auszunutzen kam ich auf die Idee mit den Tetrapacks, denn so lässt sich in zwei Etagen arbeiten. Die Tetrapacks sind immer zu acht mit Klebeband zusammengefasst, so dass man sie am Stück herausnehmen kann, um an die untere Lage zu kommen.

Doch zurück zu obigem Problem. Für Pullis und größere Shirts wollte ich nun auch eine Tetralösung zum herausnehmen. Und nach ein klein wenig Tüfteln bezüglich der Stabilität war ich heute erfolgreich. Zwei Tetrapacks wurden zu einer Box zusammengefasst und wiederum vier von den Großpacks zu einer Herausnehmeinheit.

 

Tabula rasa

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Ich frage mich eigentlich zu Beginn jeder Ferien, wie es sein kann, dass mein Schreibtisch ein einziges Tohuwabohu geworden ist. Es türmen sich Unterrichtmaterialen, Rechnungen, Bedienungsanleitungen und alles mögliche mehr.

Dabei wäre es doch so einfach, Rechnungen und Briefe einfach sofort nach Erhalt abzuheften und Bücher nach Gebrauch in den Schrank zurück zu stellen. Aber irgendwie ist es dann doch nicht so einfach.

Wir Lehrer werden von anderen Arbeitnehmern ja immer um unsere Ferien beneidet. Bis zu 14 Wochen haben wir aus deren Sicht Urlaub.

Tatsächlich ist es jedoch so, dass sich zu Schulzeiten furchtbar viel drängt auf der einen Seite und vieles aufläuft an der anderen. Vorbereitung, Korrekturen, Arrangements, Konzerte sind neben der eigentlichen Unterrichtstätigkeit zu absolvieren. Hinzu kommen auch sämtliche Termine die Kinder betreffend wie Elternabende, Musikschule, Sportvereine ganz abgesehen von den Hausaufgaben und dem Üben. Will man dass die Kinder täglich mindestens eine ordentliche Mahlzeit im Kreis der Familie einnehmen und dann auch noch einmal pro Woche eine Aktivität wie Schwimmen gehen auf dem Plan steht, dann bleibt schon gerade noch Zeit für die allernotwendigste Korrespondenz, das Wäsche waschen und die nötigsten Säuberungsaktionen. Alles andere bleibt aber einfach aus Mangel an Zeit und Kraft liegen. Mit Freunden treffen wir uns fast nur in den Ferien, richtiger Hausputz geht auch nur dann und wenn man sich noch Korrekturen in die Ferien – genau genommen die unterrichtsfreie Zeit – mitgenommen hat, dann sind die schneller um als man schauen kann.

Was man auch nicht vergessen darf: Auch die Kinder sind zuhause und beschäftigen sich beileibe nicht den ganzen Tag sinnvoll alleine.

Die Weihnachtsferien sind mit den Feiertagen und den obligatorischen Verwandtenbesuchen ohnehin ordentlich vollgestopft.

Am liebsten hätte ich heute den ganzen Tag einfach nur auf dem Sofa verbracht. Ein bisschen gezockt, gesurft oder einfach nur Löcher in die Luft gestarrt, also mal richtig Urlaub gemacht. Aber nachdem ich nach dem gemeinsamen Frühstück mit der Familie einige Runden an einer Socke gestrickt hatte, raffte ich mich heute doch auf und widmete mich dem Chaos meines Schreibtischs.

Ich fing an die Berge von oben abzuarbeiten. Jedoch frustrierte mich das von Minute zu Minute mehr. Man sah ja gar nichts. Das Chaos war immer noch da. Da besann ich mich auf den Simplify-Tip „Leere Flächen“. Kurzer Hand packte ich den ganzen Kram und stapelte ihn in auf dem Boden. Im Nu sah der Schreibtisch aufgeräumt aus, was mir eindeutig ein gutes Gefühl gab. Und dann ging es auch gleich viel leichter den Papierwust zu sortieren. Es ließen sich auf der freien Fläche sinnvolle Stapel bilden, die dann ebenso sinnvoll abzuheften waren. Natürlich nahm es viel Zeit in Anspruch alles wegzuarbeiten, aber ich war so vertieft, dass ich sogar meinen Nachmittagskaffee vergaß.

Und als die Stapel alle verschwunden waren fiel mir noch eine Kiste ins Auge. „Altlasten“ prangte in schwarzen Lettern darauf. Im Sommer 2012 hatte ich nach dem Umzug alles was meine alte Arbeitsstelle betraf einfach darin entsorgt. Ich wusste da waren noch Papiere dabei, die ich wieder benötigen würde, aber ich wollte mich einfach damals nicht damit befassen. In der Kiste waren sie wenigstens nicht ständig im Weg. Allerdings war sie immer in Sichtweite und mahnte mich regelmäßig, dass da noch etwas abzuarbeiten sei. Ja und obwohl mich das Sofa rief überwand ich meinen Schweinehund noch einmal und nun ist auch diese Kiste leer.

Es fühlt sich richtig komisch an. Eine Last die ich irgendwie doch ständig mit mir rumgetragen habe, ist abgefallen. Der Schreibtisch ist blank, die Kiste leer. Gut so!

Ich hab es ja nicht so mit den guten Vorsätzen zu Neujahr. Aber nachdem mir heute wieder klar geworden ist, dass man sich „Freiräume“ schaffen muss, möchte ich viel öfter irgendeine Schublade, ein Regalbrett oder einen ähnlichen Ort in Haus und Garten bearbeiten und dabei nach dem Simplify-Schema vorgehen, erst alles komplett zu leeren und dann dann nur das wieder zurück zu stellen, was wirklich dort seinen Platz haben soll. Es muss ja nicht immer gleich der ganze Schreibtisch sein 😉