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Lauf 141 – neuer Plan

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Tja, was soll ich schreiben. Mein Laufstatistik ging mit Juni beginnend bergab. Erst schaffte ich es noch in 12 Läufen auf 115 km, dann in 13 nur noch auf knapp 80 und im August waren es magere 6 Läufe mit nur insgesamt 38 km. Zuerst lähmte mich der Stress in der Arbeit und dann konnte ich die Motivation für das Laufen und die Workouts einfach nicht mehr finden.

Ich denke das Problem entstand auch dadurch, dass ich vorher einfach zu viel gelaufen bin und zu viele Übungen im Programm hatte. Sport ist für mich eigentlich kein Hobby. Er ist eher eine Notwendigkeit (vor allem um meinen erblich bedingt zu hohen Cholesterinspiegel im Zaum zu halten) und muss irgendwie in den Alltag integriert werden, so dass dieser nicht darunter leidet. Wenn ich meine Arbeit gewissenhaft erledigen will, meine Beziehung pflegen, mich um meine Kinder kümmern, möglichst viel frisch kochen, Haus und Garten in Ordnung halten, Freunde treffen und noch hin und wieder Klamotten nähen oder Möbel schreinern oder gar komponieren oder üben will, dann ist fünf oder sechs Mal pro Woche mehr als eine Stunde Sport einfach nicht drin.

Für die nähere Zukunft sieht der Plan jetzt so aus:

  • montags: 6 km (macht grob 40 Min)
  • dienstags: 20 Minuten Yoga/Pilates
  • mittwochs: Planke/Liegestütze oder ähnliches (15-20 Min)
  • donnerstags: 10 km (ne gute Stunde)
  • freitags: 1 km Schwimmen (30 Minuten+)
  • samstags: 10-12 km (eine Stunde+)
  • sonntags: langer Spaziergang mit der Familie

Als großer Zusatzpunkt kommt noch hinzu, dass ich künftig wann immer es mir möglich ist, mit dem Rad zur Arbeit fahren werde. Zwar schummle ich natürlich mit meinem E-Bike. Allerdings fährt das nicht ohne dass ich mich bewege. Also ist diese Bewegung auf jeden Fall besser als keine Bewegung.

Ich bin gespannt, wie das nun funktioniert. Heute hab ich die 6km auf jeden Fall absolviert. Ich habe es sogar vor 5.30 Uhr aus dem Bett geschafft!

Bilanz 2016 bisher: 1150 km gelaufen, 12 km geschwommen, 90 km mit dem E-Bike

Hautfarbenblind

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Meine jüngste Tochter wird im Herbst eingeschult. Sie freut sich schon sehr darauf. Findige Geschäftsleute haben den so genannten „Schulranzentag“ erfunden. Es präsentieren sich verschiedene Läden und Hersteller, mit dem Ziel natürlich eine Büchertasche zu verkaufen. Und das mehr als ein halbes Jahr bevor die Schule überhaupt los geht. Das ist höchst clever, denn so ist die Garantie dann schon abgelaufen, bevor das zweite Schuljahr überhaupt vorbei ist.

Aus diesem Grund haben wir schon bei unseren beiden älteren Kindern diese Veranstaltung gemieden. Zumal uns, meinem Mann und mir, große Menschenansammlungen ohnehin nicht behagen.

Aber das Vorschultöchterchen war natürlich sehr enttäuscht, als ich ihr mitteilte, dass sie ihren Schulranzen erst im Juli bekommen würde. Um ihrer Begeisterung für die Schule aber Raum zu geben, schlug ich vor, sie solle doch im Kindergarten, wenn ihr langweilige wäre, einen Schulranzen basteln, wie sie ihn sich wünsche.

Noch am selben Tag machte sie sich ans Werk und heraus kam ein Papierkunstwerk in den Farben unserer Flagge – das gemeinsame Fussballschauen per Beamer auf dem Hof mit den fünf Nachbarfamilien hat bleibenden Eindruck hinterlassen!

Zudem hat der Ranzen das Motto „Freundschaft“. Das musste eine Erzieherin extra drauf schreiben.

Und meine Tochter hat ihre beste Freundin und sich als Motiv darauf gemalt.

Und man kann sich nicht vorstellen, wie sehr es mich freute, zu entdecken, dass meine Tochter ganz offensichtlich „hautfarbenblind“ ist. Sie hat ihrer Freundin die deutlich andere Frisur verpasst, aber ansonsten unterscheiden sich die beiden Mädels aus ihrer Sicht kaum. Das finde ich wundervoll!