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So fern und doch so nah

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(Diesen Artikel hatte ich vergessen zu veröffentlichen. Er spiegelt deshalb nicht den aktuellen Stand wieder. Aber ein Update folgt bald!)

Meine Tochter hat ihre erste Etappe gemeistert. Sie ist in Sydney angekommen!

Da wir als Familie noch nie geflogen sind und die Kinder auch noch nicht alleine, war mir vorher ganz entgangen, dass es ja mittlerweile möglich ist quasi jeden Flug in Echtzeit zu Tracken.

Es hat mir Spaß gemacht, immer wieder nachzusehen, wo sie mittlerweile ist.

Zweite Etappe

Und da wir als Familie uns untereinander auch über die Handys tracken können, konnte ich dann gestern diesen coolen Screenshot machen:

Zwei Kinder jeweils am Rand einer Scheibenwelt.

Sowohl aus Singapur als auch aus Sydney haben wir schon Bilder von unsere Tochter bekommen, auch ein Video und eine Sprachnachricht. Es ist schön, dass wir nicht 6 Monate auf einen Bericht warten müssen, sondern auf dem Laufenden gehalten werden.

Aber ich hoffe für meine Tochter, dass sie bald immer öfter vergisst uns von allem zu erzählen.

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Das Küken fliegt!

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Seit fast fünf Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben.
Warum genau ich aufgehört hatte zu bloggen, kann ich nicht mehr rekonstruieren.
Allerdings kann ich genau sagen, warum ich heute wieder damit angefangen habe:

Gestern habe ich meine 15jährige Tochter nach Frankfurt zum Flughafen gebracht, wo sie ihre Reise nach Neuseeland angetreten hat. Dort wird sie ein knappes halbes Jahr als Gastschülerin an einem College nördlich von Auckland verbringen.

Damit wir alle auf dem Laufenden bleiben, hat ihr mein Mann einen eigenen Blog eingerichtet.

Und quasi bei der letzten Umarmung bevor es los ging, hat meine Tochter mich gefragt, ob ich nicht auch einfach bloggen kann, damit sie erfährt, wie es uns während ihrer Abwesenheit geht.

Und – nun ja – ich kann!

Wie geht es mir also damit, dass meine Tochter ans andere Ende der Welt reist und da eine ganze Weile bleiben wird?

Als ich mein Kind verabschiedet hatte, auf dem Weg zum Auto, habe ich – natürlich – geheult wie ein Schlosshund. Mein Baby verlässt mich!

Aber tut sie nicht genau das, was sie soll?

Sie tut, was ein Küken tun muss, wenn es langsam erwachsen wird: Sie breitet ihre Flügel aus und verlässt das Nest!

Da muss ich durch, da muss ihr Vater durch und da müssen ihre Geschwister durch!

Ja, sie ist früh dran. Der zwei Jahre ältere große Bruder ist beispielsweise bisher noch sehr sesshaft. Aber jedes Kind ist anders.

Und so wusste meine Mittlere immer schon sehr früh ziemlich genau, was sie wollte. Als sie drei war, wollte sie unbedingt Geige lernen. Zwei Jahre später gab ich den Widerstand auf und sie bekam Unterricht. Dann entdeckte sie die Bratsche und jetzt spielt sie so gut, dass sie problemlos im örtlichen Sinfonieorchester mitspielen kann und auch mal ein kleines Solo übernehmen kann.

Und so war es auch mit dem Auslandsaufenthalt. Vor ungefähr 15 Monaten beschloss sie, dass sie weg wollte, und wenn schon, dann so weit weg, wie es geht. Geduldig hat sie sich beworben und Stapel von Formularen selbst ausgefüllt, sich um alles gekümmert, was sie alleine machen konnte. Vor sechs Wochen dann bekam sie schrecklich Angst vor ihrer eigenen Courage, aber sie hat sich durchgekämpft und jetzt ist sie unterwegs!

Flieg, meine Süße! Hab eine tolle Zeit! Und, egal, was kommt, wir lieben dich und sind für dich da, wenn du uns brauchst!

Weg damit 5

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Eine bisher noch effektiv an der Kinderzimmertür verklebte Halloweendeko, die unbedingt aus dem Hort mit nach Hause genommen werden musste, aber heute endlich in die Tonne umziehen durfte.

Außerdem Fenster-Gel-Sticker. Klassischer Fehlkauf. Die Kinder nahmen die Sticker von den Fenstern und trieben Unfug damit. Anschließend waren die Sticker verfusselt und die Fenster fürchterliche schmutzig. Da die Großmutter im vergangenen Jahr ungefähr 1000 andere Teile zur Fensterdeko geschenkt hat, sind die Sticker bei den Kindern aber nun auch vergessen. Inzwischen würde es mir ohnehin mehr gefallen, wenn die Kids einfach jedes Jahr was neues basteln würden. Dann wären sie beschäftigt, die Feinmotorik würde geschult und hinterher wären sie stolz auf ihre Werke. Mir reichte aber dieses Jahr leider wieder die Zeit und vor allem die Geduld nicht. Insofern waren Omas Klebeteile dann doch recht willkommen. Vielleicht gelingt es uns aber, sie nächstes Jahr im Keller „zu vergessen“.

Weg damit 2

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Heute sind es Bastelarbeiten, die ich entsorge. Ein Stück stammt aus einer Beschäftigungstherapie einer Rehamaßnahme einer Verwandten, die anderen Sachen sind von unseren Kindern. Ich freue mich sehr, wenn die Kinder durch Bastelarbeiten zeigen, dass sie mich lieben. Eine Zeit lang werden die Sachen dann an exponierter Stelle aufbewahrt, wie beispielsweise auf meinem Schreibtisch. Dann hebe ich sie meist noch eine Weile im Keller oder in einer Kiste auf. Aber ich neige dazu, nicht die Dinge zu konservieren, sondern im Akt des Schenkens einen Liebesbeweis zu sehen und den auf die eine oder andere Art zu erwidern. Die Entsorgung der Basteleien ist also keine Geringschätzung der Arbeit, die in ihnen steckt, sondern sorgt dafür, dass neues Bastelwerk auch wieder angemessen ausgestellt und gewürdigt werden kann.

Und sind wir ehrlich, manchmal geht es beim Basteln ja vor allem um das Tun an sich und weniger um das Endprodukt, das nicht immer ästhetisch wertvoll ist.

Ich werfe auch nicht grundsätzlich alles weg. Besonders gelungene Werke werden durchaus dauerhaft ins Haus integriert. So finde ich beispielsweise eine Nachahmung des Stils von Picasso, die mein Sohn angefertigt hat, wunderschön und sie ziert gerahmt das Treppenhaus.

Seit es die digitale Fotografie gibt, hat sich außerdem die platzsparende Möglichkeit ergeben, Erinnerungstücke auf diese Weise zu bewahren. Und da fällt mir auch schon ein, was ich morgen rauswerfe…

Bewegungsbilanz KW 41/42

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Werte Leser,

zunächst die Kurzfassung: Es könnte schlimmer sein. Fünf Mal Grün, zweimal Orange. Im Durchschnitt also jeden Tag mehr als 10.000 Schritte. Passt schon.

Und für diejenigen, die Lust und Zeit haben in meinen Alltag als Familienlogistikerin einzutauchen nun die Langfassung:

In Sachen Schwimmen bekomme ich den Fuß nicht recht auf den Boden – oder viel mehr ins Wasser. Zwar war ich Freitag mit den Kindern im Bad, aber die ersten fünfzehn Minuten war Smalltalk mit einer anderen Mutter.

Netzwerken ist echt zeitintensiv, aber erleichtert unter Umständen die Familienlogistik enorm, wenn man nicht jede Fahrt zu Musikschule oder Sportverein selbst machen muss, sondern Kinder mit anderen mitschicken kann und dafür dann im Gegenzug andere Kinder versorgt. Viele nützliche Infos bekommt man leider auch nur über die Tratscherei.

Also waren die unterhaltsamen fünfzehn Minuten sicher sehr sinnvoll investiert, aber fehlten auf dem Bewegungskonto. Dann übte ich dreißig Minuten mit der einen Tochter Beinschlag und dann dreißig mit der anderen Startsprünge. Da mittlerweile wohl anscheinend schrecklich viele Nichtschwimmer das Bad erstürmen, ist unser großes Schwimmerbecken jetzt nicht mehr nur mit Leine für die Vereine abgeteilt, sondern zumindest in dem Zeitfenster, in dem ich mit den Kindern dort bin, auch in einen Schwimmer und einen Nichtschwimmerbereich. Somit ist nur etwa ein Drittel des 25m Beckens zum „richtigen“ Schwimmen verfügbar. Dank der Aquajogger, kann man das aber faktisch ganz vergessen. Ich habe also auch gar keinen ernsthaften Versuch unternommen, meine Schwimmbilanz aufzubessern. Ich müsste wohl einen anderen Tag und eine andere Zeit wählen, aber das passt mit dem Stundenplan einfach nicht zusammen. Die Kinder haben ihre Sporteinheit aber wenigstens bekommen und meine Schrittzahl passte auch so.

Samstag hab ich den Schweinehund aus dem Bett geschmissen und auf dem Wochenmarkt verfrachtet. Sechs Kilo Kartoffeln hätte ich mit dem normalem Rad nie und nimmer die zweieinhalb Kilometer den Berg hochgestrampelt, aber mit dem E-Bike war das natürlich kein Thema.

In diesem Zusammenhang habe ich eine sehr schicke Website entdeckt, wo man Höhenmeter und Koordinaten von beliebigen Orten ermitteln kann.

Hundertsechzehn Höhenmeter hören sich erstmal gar nicht so viel an, aber aus reiner Muskelkraft überwinden die sich doch nicht so nebenbei. Der Familienspaziergang wurde nicht allseits mit Begeisterung aufgenommen, also durften unsere Mädchen weiter auf dem Hof spielen und wir schnappten uns unseren Sohn und gingen mit ihm alleine eine schöne Runde.

Sonntag war das Wetter bärig und ein Lauf passte vor das Mittagessen. Der Familienspaziergang danach fand auch unter blauem Himmel statt. Später durften wir noch die Strebe eines Drachen auf einer Wiese suchen, der dann aber zum Glück auch wieder abheben konnte, auch wenn die Sucherei noch ein dummes Nachspiel hatte, das ich aber an dieser Stelle verschweige, da es wirklich sehr privat ist.

Zur Arbeit hin geht es erst hundertdreißig Höhenmeter bergab, zurück aber natürlich bergauf. Ohne „E“ habe ich in den letzten vier Jahren vielleicht ein halbes Dutzend Mal auf der Strecke in die Pedale getreten. Diese Woche immerhin Montag und Mittwoch. Am Dienstag fuhr ich das zweite Mal in diesem Schuljahr mit dem Auto, weil es reichlich nass war. Sohnemann warf vor Begeisterung die Arme in die Luft, denn obwohl er mit dem Bus fahren musste, durfte morgens die Gitarre mit mir mit und nachmittags dann der Schulranzen. Etwas weniger Schlepperrei für den Sohn, trockene Kleidung für mich, denn auch wenn ich eine wasserdichte Jacke und von Solera geerbte Neoprenüberzieher für die Schuhe habe, fehlt mir noch eine Regenhose. Mittwoch wurde eine alte von Solera getestet, die aber nach der Hinfahrt im Mülleimer landete. Nach der ersten Unterrichtsstunde war ich zum Glück schon wieder trocken. Am Nachmittag konnte ich nicht viel aufs Bewegungskonto schaufeln, da Mamataxi angesagt war:

  • mittleres Kind von der Musikschule abholen, wo es den Vormittag als Probeschüler für neue Bewerber verbracht hat,
  • mittleres Kind zum Chinesisch fahren (bitte, bitte an dieser Stelle nicht zu sehr mit den Augen rollen, es war die Idee des Kindes, das mit seiner – chinesischen! – Freundin eine Geheimsprache haben möchte),
  • kleines Kind zum Geigen in die Musikschule fahren,
  • dort dem Unterricht beiwohnen,
  • kleines Kind nach Hause fahren,
  • mittlere Kind vom Chinesisch holen,
  • zur Musikschule bringen,
  • dem Geigenunterricht beiwohnen.

Oh Gott, an dieser Stelle kann ich wohl den Stempel bildungsbürgerliche Helikoptermutter nicht mehr verweigern. Zu einem fundierten Urteil über mich/uns, lade ich an dieser Stelle aber trotzdem nicht ein 😀

Die Fahrten mit dem großen Kind zum Karate und zurück hat dann Solera übernommen. 😉

Nachdem der Lauf am Montag kurz ausgefallen war, strich ich den am Donnerstag ganz, denn irgendwas hat meinen Hals angefallen. Folglich war die Schrittbilanz mittags noch nicht so super. Alle bisherigen Schrittbilanzen habe ich übrigens immer um die Mittagszeit geknipst. Schaut man sich aber die von heute bisher an, sieht man, dass ich doch noch ein paar Schritte dazu packen konnte:

  • 35 Büchereibücher überall im Haus zusammensuchen,
  • mit den Mädels in die Bücherei gehen (während Solera den Sohn zu Allergologe und Kieferorthopäde begleiten durfte),
  • Gutschein für Kindergeburtstag besorgen,
  • Buchläden nach Ratgeber zu Wellensittich abklappern (ein Händler stieg tief in sein Lager und förderte ein Exemplar für 2€ zutage), denn die Kinder wollen unbedingt Haustiere und sollen sich vorher sehr gut informieren,
  • dem kleinen Kind ordentliche Winterschuhe verpassen (Schit, die Dinger blinken, der Kelch ist also doch nicht an uns vorüber gegangen)
  • den Kids nacheinander im Spielzeugladen beistehen, damit sie ihr Taschengeld so ausgeben, dass sie möglichst lange Spaß dran haben.

Heute ist bisher noch „Rot“ angesagt, da ich hauptsächlich in der Küche stand um Soleras Geburtagskuchen zu backen und der Hals ist nicht besser geworden. Aber gleich geht es los, das kleine Kind zu Fuß von der Schule abholen. Damit schaffe ich dann immerhin schon Orange.

So, tapfere Leser, die ihr euch durchgekämpft habt: Kommt gut ins Wochenende, haltet euch Viren und Bakterien vom Leib und entschuldigt, dass ich grade wenig lese, kommentiere und like, es ist offensichtlich reichlich los bei mir.

2016: 1273 km gelaufen, 14,3 km geschwommen, 382 km mit dem E-Bike, aktuell 57 kg

 

Ein Spielhäuschen

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Nur die Balken für die Ecken habe ich gekauft. Ansonsten war es eine Resteverwertungsaktion. Und ein lange gegebenes Versprechen wurde damit endlich eingelöst. Einen Plan hatte ich nicht wirklich, sondern hab einfach drauf los genagelt. Im Gegensatz zu den Möbeln kam es hier ja nicht so auf rechte Winkel und dergleichen an. Heute morgen wusste ich noch nicht, wie es aussehen würde und jetzt kann schon gespielt werden!

 

 

Lauf 94 – zwei Begleiter

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Unsere Mittlere weilt gerade fern von uns bei ihrer Patenfamilie. Aber der Große und die Kleine waren ohne Murren dabei, als es hieß „Einmal Röthardt und zurück“. Bei den Aufwärtsstrecken musste ich die Kleine (keine Gangschaltung) manchmal etwas schieben, aber sonst hielt sie perfekt mit. Dem Großen taten schon nach dem ersten Anstieg die Beine weh – er ist (noch ;-)) absolut kein sportlicher Typ – aber er lies sich trotzdem nicht lumpen. Im Nachbarstadtteil angekommen lies ich die Kids bei den Kühen stehen und hängte noch einen Extrakilometer dran. Auf dem Rückweg fuhren sie mir dann schön davon.

7,63 km in 44:00 Minuten